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Thema: BZ: Rechtsextremer als Gastredner in Freiburg (und Reaktionen) |
ande Administrator 16.01.2004 |
Badische Zeitung vom Donnerstag, 15. Januar 2004
Rechtsextremer als Gastredner in Freiburg
Kundgebung der "Antifa"
Er ist gern gesehener Gastredner bei Veranstaltungen rechtsextremer Gruppen. Am 17. Januar soll Bernhard Schaub, 1954 in Bern geboren, nun auf Einladung der "Bewegung Deutsche Volksgemeinschaft" (BDVG) auch in Freiburg reden. Zwar sagt Ulrich Brecht auf Anfrage der BZ, noch sei nicht bekannt, wo der Leugner der Ermordung von sechs Millionen jüdischen Kindern, Frauen und Männern während der Nazizeit auftreten wird. Doch der Polizeisprecher ist überzeugt: "Wir werden mit Sicherheit am Samstag dabei sein."
Schaub, der sich auch hinter den Pseudonymen Hans Herzog und E. Wolff verbirgt, war (so das "Lexikon Rechtsextremismus" des Informationsdienstes gegen Rechtsextremismus) Lehrer für Geschichte und Deutsch an der Rudolf-Steiner-Schule in Adliswil und pädagogischer Mitarbeiter bei der Migros-Klubschule in Frauenfeld (Ostschweiz). Aus beiden Stellungen wurde er entlassen. In seinem 1992 veröffentlichten Buch "Adler und Rose" bestreitet er, dass Deutsche Millionen Menschen jüdischen Glaubens vernichtet haben, und bezeichnet den Zweiten Weltkrieg als einen Präventivkrieg Hitlers. Schaub gilt als Chefideologe der rechtsextremen "Partei National Orientierter Schweizer" und ist der Meinung, der Nationalsozialismus sei ein "großartiger Versuch" gewesen.
Nach Freiburg hat ihn die "Bewegung Deutsche Volksgemeinschaft" eingeladen, die in ihrem Grundsatzprogramm unter anderem "die Eingliederung aller völkerrechtswidrig abgetrennten deutschen Gebiete in das deutsche Staatsgebiet" und die "Rückführung der Fremdarbeiter und deren Familien in ihre Heimatländer" fordert. Auf ihrer Internet-Seite, die mit Bildern germanisch-markiger Helden und in blutroter Schrift gehaltenen Sprüchen wie "Es wird Zeit, sich unser Land zurückzuholen!" garniert ist, kündigt die BDVG die Veranstaltung als "geschlossene Versammlung" an - "Einlass nur mit persönlicher Einladung!". So ganz "geschlossen" wird das Ganze allerdings wohl nicht vonstatten gehen. Die "Antifa Freiburg" hat für den 17. Januar um 16 Uhr eine Kundgebung mit Musik und Tee auf dem Rathausplatz angekündigt. Und "danach werden wir zum Veranstaltungsort der Faschos gehen".
Quelle: http://www.badische-zeitung.de
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ande Administrator 16.01.2004 |
Siehe auch
http://lexikon.idgr.de/s/s_c/schaub-bernhard/schaub-bernhard.php
http://www.antifa-freiburg.de/spip/antifa.php3?id_article=54
http://www.akdh.ch/Schaub_Kreuzl.htm
http://www.hans-stutz.ch/Rechtsextremismus/Schaub.html
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ande Administrator 17.01.2004 |
Demonstration in Freiburg
von Kutshi - 17.01.2004 20:07
Demonstration und Rangeleien mit der Freiburger Polizei - bitte lesen!
Die Demo der Freiburger AntiFa gegen eine BDVG (Bewegung deutsche Volksgemeinschaft)-Veranstaltung verlief weitgehend friedlich. Bürgermeister Salomon verhängte gestern (16.01.) ein gerichtliches Verbot gegen das Erscheinen von Bernhard Schaub, dem Hauptredner und einschlägig bekannten Faschisten. Dadurch konnte die Veranstaltung sowieso nicht in dem Rahmen stattfinden, wie sie ursprünglich geplannt war. Somit wurde auch die Hausbesetzung der letzten Woche und auch das Thema Wohnungsnot thematisiert, als ca. 150 DemonstrantInnen durch die Freiburger Innenstadt zogen. Dies endete damit, dass der Großteil der Demonstration ein Haus besetzte. Hierbei gab es kleinere Rangeleien mit der Polizei, bei der aber nach Kenntnis des Verfassers niemand verletzt wurde. Dennoch versuchte ein Polizist in seiner Wut auf eine junge Frau einzuprügeln, was ihm jedoch dank des Engagements der anderen Demo-Teilnehmer nicht gelang. Gerüchten zufolge gab es am Rand der Demonstration einige Festnahmen (die Rede ist von 40 Personen), die angeblich einige Auseinandersetzungen mit Mitgliedern einer Studentenverbindung hatten.
Quelle: http://de.indymedia.org/2004/01/72231.shtml |
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