Forum-Hauptseite | 2019 Beiträge, 531 Benutzer,
343 Termine | Statistik
| FAQ
Wählen Sie aus diesen Kategorien:
| Forum: Allgemeines Forum,
moderiert von: ande |
| |
zu Themen auf dem Vauban. Hier sind alle willkommen, mitzureden...
Bitte Kleinanzeigen nicht hier, sondern in das dazu vorgesehene Forum eintragen! |
|
| |
|
|
| |
In dieses Forum können nur registrierte Benutzer des Forumsystems schreiben. |
|
|
|
|
| Absender |
Thema: Herr Dr. Schmelas kümmert sich um Jugendliche... |
ande Administrator 11.02.2004 |
.. in Worms. Anläßlich seiner mißlugenen OB-Wahl dort vor etwa einem Jahr:
Wir haben dem Oberbürgermeister Kandidaten Matthias Schmelas 30 Fragen zu den Themen Hotelbau, Jugendpolitik, Stadthalle und KUZ gestellt, seine Antworten dazu könnt Ihr hier nachlesen.
1. Erstellen Sie einen kurzen Werdegang von sich!
1956 geboren in Tübingen
1974 Abitur
1982 Uniabschluss zum Dipl.-Bauingenieur
1983 Uniabschluss zum Dipl.-Kaufmann
1985 Regierungsbaumeister
1985-1989 Wasserwirtschaftsamt Ellwangen
1989-1992 Regierungspräsidium Stuttgart
1992 Doktor der Verwaltungswissenschaft
1992-1993 Führungsakademie des Landes Baden-Württemberg
1993-1995 Umweltministerium Baden-Württemberg
1995-1999 Baudezernent in Worms
seit 1999 Baubürgermeister in Freiburg
2. Was hat Sie dazu bewogen, für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren?
Ich habe mich entschlossen als Oberbürgermeister in Worms zu kandidieren, da ich die Stadt und die Bürgerinnen und Bürger gern habe und in Worms viel bewegen möchte.
3. Was sind Ihre Hauptziele im Falle eines Wahlsieges?
Eine wormsspezifische Identität schaffen, die Arbeitsplätze und Tourismus voranbringt. Dazu gehört auch die Wiederbelebung der Innenstadt.
4. Was sind Ihre Qualifikationen, für die Stelle des Oberbürgermeisters, in einer ja nicht gerade kleinen Stadt, in der einiges verändert werden muss?
Umfangreiche Verwaltungserfahrung in Führungspositionen und eine gute Ausbildung, um Probleme zu lösen.
5. Werden Sie den Bau einer Stadthalle ( wie beispielsweise das Kongresszentrum FT o. ä. ) unterstützen oder haben Sie andere Vorstellungen, was mit dem Geld der EWR-SWW Fusion passieren könnte?
Ich halte den Bau einer Stadthalle für sinnvoll. Es bleibt jedoch das Ergebnis der in Auftrag gegebenen Bedarfsanalyse abzuwarten. Sollte dieses Gutachten zu dem Ergebnis kommen, dass eine solche Stadthalle nötig ist, werde ich diese auf jeden Fall unterstützen.
6. Es besteht kein Zweifel daran, dass in Worms ein Mangel an vernünftigen Locations, ab einer Größenordnung von 100 Personen aufwärts besteht. Bisher war die Zusammenarbeit, zwischen der Stadt(-verwaltung, Ordnungsamt, usw.) und privaten Veranstaltern recht schlecht. Haben Sie Ideen, wie man solche Probleme in Zukunft besser lösen kann?
Seit dem Wegfall der sog. Güterhallen ist es wirklich um Veranstaltungsorte, vor allem für Jugendliche, schlecht bestückt. Zur Verfügung steht hier allerdings noch die Turbinenhalle, die wohl aber für die meisten Jugendverbände und –Gruppen aus finanziellen Gründen nicht in Frage kommt. Weiter existieren aber noch z.B. auf dem Salamandergelände leerstehende Fabrikhallen. Der Ausbau und die Herrichtung dieser Gebäude sollte ein Projekt sein, das durch die Zusammenarbeit von städtischen Stellen und privaten Initiativen angepackt werden muss. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass dort Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden, die für die einzelnen Jugendgruppen auch finanzierbar sind.
7. Die Wormser Innenstadt ist im Vergleich zu anderen Städten nicht gerade attraktiv, damit ist allerdings nicht der Bodenbelag gemeint, sondern die Auswahl der Geschäfte. Was gedenken Sie hier zu unternehmen, um diese Missstände zu beheben?
Durch den Bau der Mall durch die ITG auf dem ehemaligen Post- und Herboldgelände, der ca. im Herbst 2004 abgeschlossen sein wird, werden in Worms neue Geschäfte angesiedelt. Das ist ein erster wichtiger Schritt, der das Angebot an Einkaufsmöglichkeiten, auch für Jugendliche optimieren wird. Das dauerhafte Bestehen dieses Angebots hängt davon ab, ob wir Wormser diese neuen Möglichkeiten annehmen. Die Konkurrenz zu den Einkaufsstrassen in Mannheim etc. kann nur durch aktive und begeisterte Nutzung der neuen Mall durch uns Wormser gewonnen werden.
8. Wie stehen Sie zu der geplanten Landesgartensschau am Rheinufer?
Die Idee für eine Landesgartenschau wurde in meiner Zeit als Baudezernent in Worms geboren.
Die Landesgartenschau wäre eine absolute Bereicherung für unsere Stadt. Worms ist bundesweit bekannt durch sein Nibelungenmuseum, die Nibelungenfestspiele und seine reichhaltige Geschichte. Die Landesgartenschau ist eine Einrichtung, die die Attraktivität unserer Stadt um ein Vielfaches verbessern wird. Im Übrigen wird das Rheinufer nach seiner Umgestaltung der perfekte Ort für die Landesgartenschau sein.
9. Wie denken Sie über den möglichen Bau eines Kulturzentrums in Worms?
Es wäre zu überlegen, ob ein solches KUZ bzw. ein Jugendzentrum nicht zusammen mit der Stadthalle angepackt werden könnte. Extra Räumlichkeiten halte ich hier nicht unbedingt für erforderlich.
10. Wer sollte Ihrer Meinung nach, dieses KUZ betreiben, sollten es städt. Betreiber, priv. Betreiber oder eine Kombination aus beidem sein?
Dies kann erst dann entschieden werden, wenn eine Gesamtkonzeption erarbeitet ist.
11. Welche Möglichkeiten einer Subventionierung bestehen von Seiten der Stadt, wenn das KUZ privat betrieben wird?
Eine private Betreibung muss nicht zwingend städtische Subventionierung bedeuten.
12. Wurde parallel zur Bedarfsanalyse einer Stadthalle, auch eine Bedarfsanalyse für ein Kulturzentrum in Auftrag gegeben?
Nein
13. Was denken Sie über die Einführung Jugendparlamentes?
Soweit ich weiß existiert in Worms ein sog. Jugendforum, das ursprünglich als Jugendparlament geplant war, aber schon bald nach der Gründung feststellte, dass Arbeit in parlamentarischer Form wenig Erfolg aufweisen würde. Verantwortlich dafür ist das Kinder- und Jugendamt Worms. Das Forum besteht aus Wormser Schülern, die auch in der Vergangenheit schon einige Aktionen zustande gebracht haben. Es existiert hierfür sogar ein Posten im städtischen Haushalt.
Ähnlichen Charakter hat auch der Stadtjugendring, in dem einige Jugendverbände in Worms vertreten sind. Außerdem haben die Wormser Jugendlichen theoretisches Mitsprachrecht im Jugendhilfeausschuss. Hier jedoch lässt sich feststellen, dass Herr Bürgermeister Büttler den Jugendlichen relativ wenig Einfluss einräumt, was auf jeden Fall zu verbessern gilt.
14. Was denken über den geplanten Hotelbau vor dem Dom
und sind Sie dafür oder dagegen?
Eine Umgestaltung des Parkplatzes vor der Jugendherberge halte ich unbedingt für angebracht. Weiter besteht in Worms ein relativ hoher Bedarf an ansprechenden Hotels. Das Hotel in der Form, in der es momentan im Gespräch ist, unterstütze ich nicht. Ich habe im Übrigen auch auf den Listen der Bürgerinitiative unterzeichnet.
15. Was gedenken Sie zu tun um die Jugendarbeitslosigkeit
abzubauen?
Jugendarbeitslosigkeit ist ein strukturelles Problem, das auf kommunaler Ebene nur schwer angepackt werden kann. Ich werde mich bemühen mehr Gewerbe in Worms anzusiedeln, um so auch Ausbildungsstätten für Wormser Jugendliche zu schaffen.
16. Wie wollen Sie Worms als Wirtschaftsstandort wieder etablieren?
Über ein effektives Stadtmarketing und eine Neustrukturierung der städtischen Wirtschaftsförderung.
17. Werden Sie die Wormser Bevölkerung an geplanten Projekten mit entscheiden lassen?
Die Wormser Bevölkerung ist der Grund, warum ich überhaupt zur Wahl stehe. Natürlich sind mir der Wille und die Bedürfnisse der Bürger wichtiger als alles andere. In diesem Zusammenhang plane ich Bürgergespräche in den einzelnen Stadtteilen, wie sie in Worms eigentlich schon vorgesehen sind, von dem jetzigen OB allerdings nicht praktiziert wurden.
18. Wie könnten die Bürger mit Ihnen als OB in persönlichen Kontakt treten?
Es ist mir wichtig für die Anliegen der Wormser immer ein offenes Ohr zu haben. Dazu lassen sich alle Medien nutzen, vom Brief über Anrufe und Email bis hin zum persönlichen Gespräch.
19. Was halten Sie von den Nibelungen Festspielen? Denken Sie, dass diese wichtig für Worms sind oder halten Sie diese für ein Zuschuss Projekt.
Die Festspiele sind sehr wichtig für Worms und haben unsere Stadt bundesweite Bekanntheit erlangen lassen. Natürlich muss in Zukunft darauf geachtet werden, dass sie sich selbst tragen. Man muss aber auch sehen, dass durch die Spiele die Wormser Wirtschaft allgemein angekurbelt wurde, und so unterm Strich die Verluste relativ betrachtet werden müssen.
20. Könnten Sie die Nibelungen Festspiele als ein jährliches Event ansehen?
Ja, wenn eine Form gefunden wird, die fortlaufende hohe Defizite vermeidet.
21. Sollte man die Jugend in das Jazzfestival mit einbeziehen?
Man sollte vor allem mehr junge lokale Bands in das Festival einbeziehen. Das wurde teilweise schon so praktiziert, ich denke hier z.B. an Auftritte von „8m breit“ und vor einigen Jahren die „Honey Cake Horses“, heute Twinset, die beide schon über die Wormser Stadtgrenzen hinaus gekannt sind. Es gibt noch einige Bands mit Potential, denen man eine Chance geben sollte, und die gefördert werden sollten.
22. Wie kann man Ihrer Meinung nach ausländischen Mitbürgern stärker in die Bevölkerung integrieren?
Das ist ein Problem, das oftmals schon in den Grundschulen beginnt. Förderung der Sprachkenntnisse ist unerlässlich. Allgemein muss aufgepasst werden, dass sich nicht noch mehr separate Nachbarschaften bilden, durch die sich unsere ausländischen Mitbürger von den Inländischen isolieren.
23. Sollte man Ihrer Meinung nach, etwas an dem Bildungssystem in Worms verändern?
Die Ausgestaltung des Bildungssystems liegt in der Verantwortung der Landespolitik. Eins meiner Ziele wird aber sein, an den Wormser Schulen die Versorgung mit den Neuen Medien zu gewährleisten.
24. Wie kann man das Bild von Worms in Deutschland verbessern?
Die Ausgestaltung des Bildungssystems liegt in der Verantwortung der Landespolitik. Eins meiner Ziele wird aber sein, an den Wormser Schulen die Versorgung mit den Neuen Medien zu gewährleisten.
25. Was halten Sie vom Straßenbild in Worms und wie kann man es verbessern?
Momentan laufen schon die Anstrengungen, das Wormser Straßennetz zu sanieren und das Ringsystem einzuführen. Wir sind schon auf dem richtigen Weg, der weiter bestritten werden sollte.
26. Werden Sie sich dafür einsetzen, dass der öffentliche Personen Nahverkehr wieder in den Abendstunden fährt?
Vertreter der Jungen Union Worms haben mich schon auf diese Problematik angesprochen. Ich denke es wird machbar sein, vor allem zu den Veranstaltungen Nachtbusse zu sichern, auf die viele Jugendliche gehen, wie z.B. das Backfischfest und die Weinfeste.
27. Wie soll es mit der Sanierung des Bahnhofes weitergehen?
Ich werde Gespräche mit dem Vorstand der Deutschen Bahn AG führen, um die Situation am Bahnhof entscheidend zu verbessern.
28. Wie wollen Sie die KW verändern, um Sie für die Bevölkerung interessanter zu machen?
Um umfassende Sanierung der KW findet bereits statt. In diesem Zusammenhang werden der Bodenbelag und die Lampen ausgetauscht.
29. Was soll Ihrer Meinung nach mit dem Gelände hinter der Schönauer Straße geschehen?
Auch hier haben die Arbeiten schon begonnen. Es werden Wohnungen gebaut, aber keine Sozialbauten. Auch hier ist wichtig, dass keine isolierten Nachbarschaften entstehen.
30. Wenn ich OB von Worms werde, dann werde ich mich dafür einsetzen, dass die Jugend in Worms …
…mehr Mitentscheidungsrecht vor allem im Jugendhilfeausschuss eingeräumt wird.
Wahlkampfmotto: "Frischer Wind, der Aufschwung bringt"
----
Quelle: http://www.jo-worms.de/forum/showtopic.php?threadid=52
[Beitrag vom: 10.02.2004 22:42 geändert durch: ande am: 11.02.2004 18:45] |
ande Administrator 10.02.2004 |
Wir gratulieren Herrn Schmelas, daß ihm seine Arbeit in Freiburg so viel Zeit läßt, um sich so intensiv mit Worms auseinanderzusetzen!
Umso erfreuter wird sich Herr Schmelas, da er ja mit den Belangen der Jugendlichen so vertraut ist, nun in Freiburg für den Erhalt der KTS einsetzen, ...
.... da sind wir unbesorgt!
Ganz sicher. |
|