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Thema: Ertragsdaten der Bürger-Solaranlage auf Haus 037 tagesaktuell abrufbar! |
ande Administrator 26.03.2004 |
Seit heute sind die Ertrags- und Anlagendaten der Gemeinschafts-Solarstromanlage vom Stadtteilzentrum Haus 037 öffentlich und tagesaktuell abrufbar:
http://www.dellekom.de/netlog/index.php
Die Anlage wurde vom Stadtteilzentrum projektiert, wird von 24 Vauban-BewohnerInnen betrieben. Sie wurde geplant und gebaut von der Solarstrom-AG http://www.solarstromag.net mit in Deutschland hergestellten Modulen der Firma SOLON in Berlin ( http://www.solonag.com )
Das System erzeugt auch Warnmails, wenn Teile der Anlagen ausfallen, denn nicht ins Netz eingespeister Solarstrom ist verlorenes Geld und verlorener Umweltnutzen.
Darüber hinaus lassen sich die Ertragswerte gut mit anderen Anlagen und Prognosen sowie den Erträgen der vergangenen Tage vergleichen:
Der Solar-Förderverein SFV bietet unter http://www.sfv.de sehr viel Informationen und eine Riesen-Datenbank mit Vergleichswerten anderer Anlagen:
http://www.pv-ertraege.de/cgi-bin/pvdaten/src/region_uebersichten_auswahl.pl
Wer das Stadtteilzentrum Haus 037 noch nicht kennt, kann unter
http://www.haus037.de nachsehen;
die Solaranlage ist unter
http://www.haus037.de/solarstrom.shtml beschrieben.
Die Anlage wird pro Jahr voraussichtlich ca. 24.000 kWh Strom regenerativ erzeugen und ins öffentliche Netz einspeisen, dank der Vergütung von (bei deiser Anlage) 45,6 Cents/kWh und dem Anlagenpreis von ca. 121.000 EUR liegt die erwartete Rendite über den Zeitraum von 20 Jahren bei durchschnittlich 4-5%, bezogen auf eine Einlage von 1.600 EUR pro kWpeak.
Schon jetzt ist abzusehen, daß die Anlage etwas besser arbeitet als der regionale Durchschnitt in und um Freiburg.
Und die nächste Bürger-Solaranlage steht schon so gut wie auf dem Dach des zweiten Parkhauses Vauban... |
ande Administrator 26.03.2004 |
Dazu noch der Artikel, der zur Einweihung der Anlage im Oktober in der BZ stand:
Badische Zeitung vom Freitag, 31. Oktober 2003
Es fehlt nur noch ein wenig Sonne
Im Stadtteil Vauban wurde am Mittwoch eine "Bürgersolaranlage" eingeweiht / Die Kosten: 120 000 Euro
Von unserer Mitarbeiterin Katharina Meyer
VAUBAN. Mit einem Sektguss wurde am Mittwoch im Stadtteil Vauban eine "Bürgersolaranlage" eingeweiht. Auf dem Dach des Stadtteilzentrums wird nun auf einer Fläche von 200 Quadratmetern Strom erzeugt. 120 000 Euro kostete die Anlage, die von 24 Anteilseignern gemeinschaftlich betrieben wird. Einen Beitrag zur Finanzierung leistete auch die Badenova.
Bis auf die Sonne war alles da, um die Einweihung der Anlage feierlich zu begehen: Zahlreiche Stände informierten über Energiesparen und Klimaschutz, rund dreißig Schaulustige stießen mit Sekt auf die Anlage an. 22 000 Kilowattstunden Strom werden die Solarzellen auf dem Dach des Stadtteilzentrums jährlich produzieren. Ein Vauban-Bewohner verbraucht laut Badenova durchschnittlich 760 Kilowattstunden im Jahr - die Anlage kann somit den Stromverbrauch von rund 28 Bürgern ein Jahr lang decken.
Der Entschluss, eine Gemeinschaftssolaranlage zu errichten, sei erst im Frühjahr gefallen, erläutert Jörg Lange, einer der beiden Initiatoren und Vorstandsmitglied des Stadtteilzentrums e.V. Dann sei es sehr schnell gegangen: Innerhalb von acht Tagen fanden sich zwei Initiativen und 22 Einzelpersonen, die sich in einer Gesellschaft Bürgerlichen Rechts zusammenschlossen. Jeder von ihnen zahlte eine Einlage von mindestens 800 Euro - und ist heute Mitbesitzer der Solaranlage.
Die Gesamtfinanzierung sei nicht einfach gewesen, erklärt Mitinitiator Christian Tebert, denn trotz der verkauften Anteile war es notwendig, einen Kredit von fast 100 000 Euro aufzunehmen. Über das "100 000 Dächer Programm" der Bundesregierung sei den Betreibern ein günstiger Kredit eingeräumt worden, die Suche nach einer Hausbank habe jedoch lange gedauert: Eine Gesellschaft Bürgerlichen Rechts mit 24 Mitgliedern, "das ist den Banken einfach nicht geheuer", meint Tebert. Eine weitere Anlage im Stadtteil, mit deren Planung Tebert schon beschäftigt ist, soll aufgrund dieser Erfahrungen nur noch mit Privatkrediten finanziert werden.
Abnehmer des erzeugten Solarstroms ist die Badenova, die den Bau der Anlage mit rund 16 000 Euro unterstützt hat - es ist das Konzept von "Regiostrom", neue Anlagen zu schaffen. Per Einspeisegesetz ist den Beitreibern auf 20 Jahre eine feste Abnahmesumme für ihren Strom zugesagt. "Wenn die Sonne normal scheint", meint Tebert, sei der Kredit damit in zehn Jahren abbezahlt. Dann erst bekommen die Anleger Geld ausgezahlt - eine Rendite von 4 % jährlich, umgeschlagen auf eine Betriebsdauer von zwanzig Jahren. Die meisten Beteiligten sehen in dem Projekt jedoch mehr als eine Geldanlage. So auch Teilhaber Andreas Delleske: "Die Anlage soll ein Symbol für Bürgerengagement sein".
Quelle: http://www.badische-zeitung.de |
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