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Thema: Pressemitteilung des Stadtteilvereins vom 24.09.2005 |
eRichLutz Großmeister ;-) 24.09.2005 |
Pressemitteilung
Marktplatz Vauban
Der Marktplatz Vauban – seit Jahren in desolatem Zustand – soll nun auf Beschluss der städtischen Dezernentenrunde in den nächsten Monaten ausgebaut werden. Der Stadtteilverein Vauban begrüßt die Fertigstellung des Marktplatzes, der für die Infrastruktur des Stadtteils von wesentlicher Bedeutung ist. Der Platz soll nun in seiner gesamten Fläche erhalten bleiben und eine mögliche Bebauung zurückgestellt werden. Für dieses Ergebnis hatten sich die Bürger des Stadtteils jahrelang engagiert und starke Unterstützung aus dem Gemeinderat erhalten. Kritisch sieht der Stadtteilverein Vauban den Umgang des Baudezernats mit den Ergebnissen der Bürgerbeteiligung.
Der Stadtteilverein Vauban hat am 8. Juli diesen Jahres dem Baubürgermeister ein Komplettangebot in Höhe von rund 99.000 Euro vorgelegt, in dem Planung und Bauausführung des Marktplatzes eingeschlossen war. Das entspricht genau der Vereinbarung, die der Stadtteilverein mit dem Baubürgermeister auf dem Stadtteilfest im Juni per Handschlag vereinbart hat.
Was bei jeder Ausschreibung eines Bauvorhabens und bei jeder Auftragsvergabe üblich ist, nämlich vor der Entscheidung den Bieter zu einem Gespräch einzuladen, fand hier nicht statt. Dabei hat sich der Stadtteilverein schriftlich und telefonisch von Anfang an wiederholt bemüht, ein Gesprächstermin zustande zu bringen. Doch Bürgermeister Schmelas und andere zuständige Vertreter aus der Verwaltung haben diesbezügliche Schreiben nicht beantwortet, waren telefonisch nicht erreichbar und haben Rückrufwünsche nicht erfüllt.
Mit Verwunderung haben wir nun aus dem Schreiben von Bürgermeister Schmelas mit dem Datum des 16.09.2005 von der Ablehnung unseres Angebotes erfahren. Begründet wurde dies mit einem zu hohen Preis! Ohne Rücksprache wurden die Kosten für die Planung und die Mehrwertsteuer ein zweites Mal auf unsere Angebotssumme aufgeschlagen und so ungerechtfertigterweise auf 137.000 Euro erhöht!
Der Stadtteilverein Vauban hat bereits Spender für Material wie Pflastersteine, Bänke und Bäume in Höhe von mehreren tausend Euro gewonnen. Viele BewohnerInnen haben sich bereit erklärt, mit anzupacken und dort, wo es machbar ist, Eigenleistungen einzubringen. Der Arbeitskreis Kunst beispielsweise, arbeitet am Entwurf eines Brunnens, der vor allem über Sponsoren realisiert werden soll. Im vom Baubürgermeister favorisierten 95.000–Euro–Konzept des Tiefbauamtes ist von alledem nicht mehr die Rede. Anstelle einer umweltfreundlichen wassergebundenen Decke soll nun großflächig asphaltiert werden. Daran gemessen, was diese sogenannte "Sparvariante" beinhaltet, erscheint sie ziemlich überteuert. Alle Angebote zur Mitarbeit hat nun das Baudezernat in einem Telefonat mit dem Stadtteilverein Vauban kategorisch abgelehnt. Von Bürgerbeteiligung will man dort nichts mehr wissen.
Nach wie vor bietet der Stadtteilverein Vauban seine konstruktive Mitarbeit an und richtet an den Baubürgermeister die Forderung, die Bürger ernst zu nehmen, die ausgearbeiteten Ideen und die Sponsorangebote aufzugreifen. Der Stadtteilverein Vauban sieht in der Bürgerbeteiligung nicht nur ein Modell, wie Planung und Bauausführung optimiert werden können, er versteht sie auch als ein zukunftsweisendes Konzept, in Zeiten angespannnter öffentlicher Kassen, angemessen ausgestattete Projekte kostengünstig zu realisieren. |
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