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Thema: Den Garten fit für den Winter machen! |
eRichLutz Großmeister ;-) 01.11.2005 |
Naturschutz-Tip Nr. 2
Auf den Nenner gebracht: Im Garten darf es zum Winter hin durchaus unordentlich aussehen. Damit ist aber nicht gemeint, daß allermögliches Gerümpel im Grünen verstreut ist! Es geht darum, der Natur eine Chance zu geben. Der Rasen sollte von jetzt an bis möglichst zum Mai nicht mehr geschnitten werden, das ist gut für den Frostschutz und gut für viele kleine Lebewesen. Das alte Laub auf Terrasse und Wegen ist für die Biotonne viel zu schade! Unter die Sträucher und auf die Baumscheiben verteilt schützt es die Feinwurzeln vor gefährlichen Barfrösten. Überhaupt ist Mulchen für einen naturnahen Garten der Hit! Der Boden trocknet wesentlich weniger aus, die Bodenfruchtbarkeit und das Bodenleben werden gefördert und für manche Gartenfreunde das Angenehmste: Die unerwünschten Wildkräuter werden wirkungsvoll unterdrückt. Auch die verholzenden Pflanzenreste von Stauden spielen im Naturkreislauf eine wichtige Rolle. Viele Insekten überwintern in den hohlen Halmen oder unter dem welken Blattwerk. So finden auch Vögel im Winter verzehrbare Samen und Insekten.
Abends kann man jetzt bald die Igel draußen schnaufen und rascheln hören. Sie bereiten sich auf den Winterschlaf vor und bauen sich ein Quartier. Ich habe für die Igel früher öfter schon Reisighaufen angelegt, doch die schlauen Stachelfreunde haben ihre Behausung lieber unter der komfortablen Holzveranda bezogen. Über solche Untermieter sollten sich alle Parterrebewohner freuen und die kleinen Gäste tolerieren. Auch wenn die Igel nahe beim Menschen leben, darf nicht vergessen werden, daß es sich um Wild- und nicht um Haustiere handelt. Berühren, mit in die Wohnung nehmen und füttern sollte strikt unterbleiben. Fatalerweise gewöhnt sich ein Igel sehr schnell an die "Pflege" und hat später in Freiheit enorme "Wiedereingliederungsschwierigkeiten". Deshalb macht es auch wenig Sinn, einen jungen Igel durch den Winter päppeln zu wollen. Der beste Igelschutz ist ein giftfreier, abwechslungsreich und naturnah gestalteter Grünraum – und eine deutliche Temporeduzierung beim Autofahren, vor allem abends, wenn die Igel besonders aktiv sind. |
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