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Absender Thema: gestapomethoden des autofreivereins
walter
28.07.2006
hallo liebe vaubanbewohner,
ich bin neu hier auf dem vauban und verfolge mit interesse vaubanspezifische und -unspezifische themen. eines der am meistdiskutierten und aufgeheiztesten themen scheint mir die autofreiheit des stadtteils zu sein.
wie mir von einer nachbarnin zu ohren kam, protokolliert der autofreiverein mit meiner meinung nach sehr zweifelhaften, wenn nicht illegalen oder gar an gestapo und stasi erinnernden methoden vermeintlich nicht autofreie stadtteilbewohner. protokolliert werden anscheinend z.b. ventilstellungen von rädern parkender fahrzeuge, um eine bewegung der autos zwischen den protokolleinträgen festzustellen. vor allem aber wird wohl protokolliert, in welche wohnung die/der fahrer/in geht bzw. von wo sie/er kam. stundenlanges observieren von und warten auf "verdächtige" seien werkzeuge der selbsternannten (bzw. in rechtlich zweifelhaftem auftrag des vereins und der stadt) ermittler. ein skandal für diesen schönen und engagierten stadtteil wie ich finde.
ich denke: trotz der notwendigkeit der einhaltung der autofreivereinbarungen heiligt niemals der zweck die mittel. die stimmung bezüglich dieses themas kann meiner meinung nach nur durch offenheit und direktes ansprechen und nicht durch bespitzelung und weitergabe von diesen protokollen an die stadt verbessert werden. darf man denn noch alle radiostationen ohne schlechtes gewissen und angst vor denunziation hier im vauban hören? ich hoffe!
viele grüße walter
groelli1
Experte
28.07.2006
Lieber Walter,

sei gegrüßt als Neuer im Stadtteil derjenigen, die freiwillig unterschrieben haben, sich an das Stellplatzkonzept zu halten.

Wer länger hier wohnt, weiß um die Penetranz einiger bezüglich des Ignorierens der Regeln, und die machen sich was schönes mit den durch Nichtkauf eines Garagenplatzes gesparten ca. 17000 Euro.
Frag mal die, die versucht haben, diese Leute anzusprechen oder mit ansonsten dir genehmen Methoden auf sie einzuwirken.

Ob dir gegenüber als Neuer allerdings lange Nachsicht geübt wird ob deines Sprachgebrauchs, erscheint mir fraglich.

Ansonsten gutes Ankommen wünscht
Grölli1
sibylle
Neu hier
28.07.2006
Benutzer walter schrieb am 28.07.2006:
 
wie mir von einer nachbarnin zu ohren kam, protokolliert der autofreiverein mit meiner meinung nach sehr zweifelhaften, wenn nicht illegalen oder gar an gestapo und stasi erinnernden methoden vermeintlich nicht autofreie stadtteilbewohner. protokolliert werden anscheinend z.b. ventilstellungen von rädern parkender fahrzeuge, um eine bewegung der autos zwischen den protokolleinträgen festzustellen. vor allem aber wird wohl protokolliert, in welche wohnung die/der fahrer/in geht bzw. von wo sie/er kam. stundenlanges observieren von und warten auf "verdächtige" seien werkzeuge der selbsternannten (bzw. in rechtlich zweifelhaftem auftrag des vereins und der stadt) ermittler. ein skandal für diesen schönen und engagierten stadtteil wie ich finde.
 

woran mich dieser unqualifizierte gebrauch von stasi und gestapo erinnert, soll hier nicht diskutiert werden. statt dessen interessiert mich, was du für vorschläge hast, jemandem der dir direkt ins gesicht lügt, zu beweisen dass er lügt, wenn weder er, noch sein auto beobachtet werden darf. es geht nämlich nicht einfach um "autofreie", es geht um leute, die durch betrug sich 17.000 euro erschleichen UND denjenigen, die tatsächlich aus überzeugung das konzept unterstützen gleichzeitig die begrenzten plätze wegnehmen.

es wäre vielleicht gerade als neuer sinnvoll, mit mehr als einer nachbarin zu reden, wenn du schon behauptest (ohne beweise *g), dass es das heißeste thema dieses stadtteils ist.

desweiteren erkläre doch bitte der geneigten leserschaft, was von einer stadtverwaltung zu halten ist, die aufgrund "gestapo-methoden" unterstützung vom regierungspräsidium kriegt für getroffene entscheidungen. ach so ... alles nazis .. klar ... *rolleyes

und dann erklär mir noch, wie ein verein, der der stadt gegenüber in der rechtlichen verantwortung steht, dass dieses autofrei-konzept weiterexistieren kann, sich verhalten soll. ah ja klar, sagtst du ja ... gespräche ... schön dass wir drüber geredet haben ...

und als nächstes, lass uns diskutieren, was von einer stadtverwaltung zu halten ist, die sich zwar mit dem werbemittel "autofreier stadtteil" gerne vermarktet, allerdings wenig bis nichts unterstützt, dass diese autofreiheit auch garantiert werden kann, wenn nicht absolut wasserdichte, gerichtsverwertbares beweismaterial vorliegt. manche nennen es "gesetzeslage" ... andere gestapo-methoden. ich nenne es verhöhnung der opfer der gestapo, die heiligs-blechle-bescheisser mit ihnen zu vergleichen.

ich kann verstehn, dass du uninformiert bist als neuer, ich kann verstehn, dass du aufgrund fehlender information erzürnt bist, aber diese worte ... die kann ich nicht verstehn, sie machen meiner meinung nach die aussage deines beitrags zur reinen makulatur.

sibylle
[Beitrag vom: 28.07.2006 21:18 geändert durch: sibylle am: 28.07.2006 21:20]
walter
29.07.2006
hallo liebe sibylle und grölli1,
na so ganz harmlos scheint mir dieses thema in anbetracht eurer antworten nicht zu sein, oder? hört sich eher nach wespennest an...
ich bin übrigens tiefgaragenstellplatzbesitzer, nutze ihn aber nicht, da auch ohne auto.
es scheint, ich als neuer vaubanbewohner kann mir da noch kein umfassendes bild erlauben, da habt ihr sicher recht. allerdings ist dieses wohl vom autofreiverein (von der politik des regierungspräsidiums halte ich übrigens ziemlich wenig bis gar nichts) praktizierte bespitzeln und denunzieren in deutschland doch recht vorbelastet, wie ich finde. man sollte damit sehr sensibel umgehen.
ich erinnere mich an meine großmutter, die 3 (!) brüder an der russischen front des 2. weltkriegs verloren hat, weil nachbarn ihre familie wegen verschiedener "regelwidrigkeiten" (unter anderem verbotene radiostationen hören) bei den nazis verpfiffen hatte und die brüder deshalb an die front mussten. klar hier muss niemand an die front, aber wie ich hörte sind 50.000 € strafe im spiel, das kann eine familie ruinieren, denke ich.
grüße walter

sibylle
Neu hier
29.07.2006
was das wespennest angeht, sollen das andere entscheiden. was mir aufstösst ist das totschlagargument, das man immer dann benutzt, wenn einem nichts anderes einfällt vom fascho-regime und der deutschen vergangenheit. ich sehe nicht, was das thema autofreiheit mit deiner großmutter zu tun hat (wo du übrigens nicht der einzige bist, der solche geschichten kennt, aus der eigenen familie) du nimmst den opfern die würde in meinen augen zumindest, wenn du sie mit wissentlichen betrügern vergleichst, die ein paar kröten sparen wollen auf kosten der allgemeinheit.

was das ruinieren einer familie angeht, kannst das genauso gut mit einem banküberfall vergleichen, oder vielleicht was harmloser, scheckbetrug. wenn du da erwischt wirst, bist du ebenso dran.

es geht beim erschleichen eines 17.000-euro-ersatzes für einen parkplatz nicht um ein kavaliersdelikt, es geht um betrug. auch wenn dieser staat und seine politik dir nicht passt, er hat gesetze erlassen und wer diese bricht, der zahlt den preis. in diesem fall eben 50.000 euro.

jeder kennt die voraussetzungen, der autofrei leben will. er profitiert von der übereinkunft mit der stadt freiburg, dass das bundesrecht für ihn ausgesetzt wird, er eben NICHT einen parkplatz erwerben muss. daran sind bedingungen geknüpft und das brechen eines vertrages ist eben ... strafbar. wer da hinterher rumjault, wenn er erwischt wird ... also tut mir leid ... jeder sollte doch lesen, BEVOR er unterschreibt, anstatt danach billige vergleiche zu ziehen, mit einem regime das per se ein unrechts-regime war um vom dem eigenen mist, den man angerichtet hat, abzulenken.

ebenso billig ist es, den autofreiverein für die eigene gschäftlhuberei anzuklagen, wenn man sich erwischen hat lassen. der steht nämlich in der pflicht, der stadt gegenüber ... zuviele betrüger und das risiko steigt, dass die stadt freiburg das experiment autofreiheit womöglich als gescheitert ansieht. differenzierung ist die grundlage allen denkens ... und information, bevor man urteilt.


sibylle

p.s. du hast übrigens keine meiner fragen beantwortet.
[Beitrag vom: 29.07.2006 16:30 geändert durch: sibylle am: 29.07.2006 16:31]
ande
Administrator
30.07.2006
Kurze Zwischenfrage:

walter,

Wenn die Polizei in der Stadtmitte und auf dem Vauban Kreidestriche oder andere Merkmale an Autoreifen anbringt, um sie einer Ordnungswidrigkeit überführen zu können (und zwar mittels Beweisen, nicht aus dem Bauch heraus), nennst Du das "bespitzeln"?

[ ] Du hast keine Ahnung von der Arbeit der Stasi. Schau Dir mal bitte "Das Leben der Anderen" an. Da bekommst Du wenigstens einen groben, wenn auch spielfilmtauglich aufgewerteten, Teil der Arbeit zu sehen.

[ ] Du hast keine Ahnung vom Dritten Reich.

Zutreffendes bitte ankreuzen.

Alsw Moderator füge ich hinzu:

Wer sich einer Diskussion mittels unzutreffender Vergleiche zu entziehen versucht, in dem er nur Emotionen hochzukochen versucht (daher die Wortwahl), riskiert von mir gesperrt zu werden.

Bleib sachlich, walter. Dann klappts auch mit dem Nachbarn.

Gruß
Andreas

[Beitrag vom: 30.07.2006 23:44 geändert durch: ande am: 30.07.2006 23:45]
ande
Administrator
02.08.2006
So, nun inhaltlich zur Diskussion:

Ich stimme sibylle zu 100% zu: es handelt sich ums Aufdecken von Betrug. Und daran habe auch ich ein Interesse, daß nämlich Betrug aufgedeckt und bestraft wird, als Nachbar wie als Staatsbürger.

Solltest *Du* betrügen (ich gehe nicht davon aus, aber um das Thema Dir gefühlsmäßig etwas näher zu bringen), bin ich froh wenn *Dich* die Polizei überführt. Mit Fakten, nicht mit Hörensagen. Zum Beispiel mit Kreidestrichen auf Reifen.

Und alles handelt sich um Betrug schon allein deswegen: Jeder Einzelne der Betrüger hat vorher den Vertrag unterschrieben, niemand hat ihn dazu gezwungen. Du beweist doch selbst daß Du nicht im Stellplatzfreibereich wohnst, daß man es niemandem aufgezwungen hat??!? Was soll also die Scheinargumentation?

Eine Familie ruinieren, das wäre eigentlich eine Antwort nicht wert. Klar, wie Sibylle sagt, ein Bankräuber, der ertappt wird, ruiniert auch seine Familie. Wenn Du es hören willst, bitte.

Wie alt bist Du eigentlich? Ganz im Ernst.

[Beitrag vom: 30.07.2006 23:54 geändert durch: ande am: 02.08.2006 09:56]
walter
31.07.2006
hallo liebe diskutierende,

das tehma übersteigt meine kenntnisse, muss ich zugeben.
allerdings noch einmal und dazu stehe ich 100%ig: die mittel heiligen niemals den zweck. bespitzeln im sinne von stundenlangem observieren zu diesem zweck ist meiner meinung nach mit nichts zu rechtfertigen.
ich bin sicher: fast überall ausser in deutschland würden nicht die trickser oder auch betrüger, wenn ihr so wollt, aus dem stadtteil gejagt, sondern die spitzel und denunzianten.
ich denke, ich belasse es damit dabei. das thema interessiert mich weiterhin, vielleicht kann ich mir in einer weile ja ein besseres bild machen und wieder in die diskusssion einsteigen.

viele grüße
walter
seestern
Neu hier
01.08.2006
Lieber Walter,
hab' Dank für Deinen offenen (und offenbar auch mutigen) Beitrag. Du sprichst mir aus der Seele. Und die Wortwahl in den Antworten auf Deinen Beitrag spricht auch für sich.
Es ist noch immer so: Der Zweck heiligt nie die Mittel. Und offenbar trägt jede gesellschaftliche Gegenströmung in sich das Potential zu pervertieren.
Viele Grüße.
groelli1
Experte
02.08.2006
Klasse , Bettina aus Frankfurt!

Über welche Wortwahl der Antworten beschwerst du dich? Ich bitte um Angabe. Die Wortwahl deines Favoriten walter (Gestaopmetoden, Stasimethoden) findet offenbar nicht deinen Anstoß, da sie dir ja aus der Seele spricht.

Mit einem herzlichen "weiter so" grüßt
groelli1
ande
Administrator
02.08.2006
Hallo walter,

 
das tehma übersteigt meine kenntnisse, muss ich zugeben.
allerdings noch einmal und dazu stehe ich 100%ig: die mittel heiligen niemals den zweck. bespitzeln im sinne von stundenlangem observieren zu diesem zweck ist meiner meinung nach mit nichts zu rechtfertigen.
ich bin sicher: fast überall ausser in deutschland würden nicht die trickser oder auch betrüger, wenn ihr so wollt, aus dem stadtteil gejagt, sondern die spitzel und denunzianten.
 


Wenn Du Spitzeltätigkeiten kritisierst, solltest Du sie benennen können. Erst und nur dann könnte man dem Vorwurf nachgehen. Mir ist nichts derartiges bekannt.

Ich habe Dich gefragt, ob Du die normale Tätigkeit der Polizei für Spitzeltätigkeit hältst, worauf Du vorziehst, nicht zu antworten. Scheinbar also nicht.

Und nichts anderes geschieht: Die Polizei muß Autos markieren, um feststellen zu können, daß die länger als erlaubt vor dem eigenen Haus geparkt waren. Denn das Parken ist auch vor dem eigenen Haus im Vauban im Stellplatzfreibereich verboten, falls das noch nicht bekannt sein sollte. Und um Falschparken zu diagnostizieren, braucht es keine Stasi.

 
ich denke, ich belasse es damit dabei. das thema interessiert mich weiterhin, vielleicht kann ich mir in einer weile ja ein besseres bild machen und wieder in die diskusssion einsteigen.
 


Gerne!

Daß Du zu Anfang zugibst, das Thema übersteige noch Deine Kenntnisse, zeigt mir, daß wir auf einem guten Weg sind.

Gruß
Andreas

[Beitrag vom: 02.08.2006 09:54 geändert durch: ande am: 02.08.2006 10:01]
ande
Administrator
02.08.2006
Hallo Bettina, (seestern),

möchtest Du Dich mit Deinem Beitrag nur in die Reihe derjenigen, die noch nicht genug über das Verkehrskonzept wissen aber schon was sagen möchten einreihen oder reicht es Dir, eine Wortwahl unsererseits zu kritisieren, ohne uns zu verraten, welche unserer Wortwahl Du kritisierst? Kann es sein, Du verwechselst walters Wortwahl mit zum Beispiel meiner, groellis oder sibylles?

Lies doch bitte nochmal genauer

bittet
Andreas
seestern
Neu hier
02.08.2006
Ach, ihr Lieben, der Ton ist mir hier allzu scharf und ich ziehe mich aus dieser Debatte wieder zurück. Wollte lediglich den Beitrag Walters stützen, auch wenn seine Wortwahl weit übers Ziel hinausschießt und offenbar verletzt hat.
Es kann doch nicht sein, dass ein an sich gutes und zukunftsweisendes Konzept zu solchen Konsequenzen führt - das vergiftet doch das Klima im Stadtteil. Und es kann auch nicht sein, dass neu Hinzugezogene oder Besucher wie ich, die etwas entsetzt ihre Eindrücke schildern und Stellung beziehen, diffamiert werden.
Ich wünsche allen hier einen schönen Tag und ziehe mich (mit dem Fahrrad!) wieder in den Schwarzwald zurück.
walter
02.08.2006
liebe diskutierende,

ich möchte mich in anbetracht des gesagten doch noch einmal zu diesem thema melden:
zunächst lieber andreas, ich hoffe du hast etwas für meinungsfreiheit übrig. ich finde ein diskussionsleiter sollte die diskussion leiten und nicht stellung beziehen und diskussionsteilnehmer, die nicht seiner meinung sind, mit ausschluss drohen.

ich hatte ja eigentlich das thema methoden des autofreivereins angeschnitten und nicht das thema autofrei an sich, dazu weiss ich bis jetzt auch wie gesagt wenig. eure argumente dazu sind teilweise verständlich.
trotzdem möchte in absprache mit meiner besagten nachbarin und guten freundin den konkreten fall schildern: seit über 8 jahren wohnt sie mit ihrem mann auf dem vauban. sie benutzen seit ca. 2 jahren beruflich zwingend bedingt (ich bin ehrlich gesagt sehr froh, beruflich nicht autofahren zu müssen, aber das kann man sich heute ja nicht so einfach aussuchen) einen geschäftswagen (auf unbestimmte zeit, wie lange wissen sie nicht). normalerweise steht der wagen bei der firma und manchmal auch, ebenfalls aus beruflich zwingenden gründen und, wie sie zugibt, dann und wann auch aus bequemlichkeit, auf dem vauban. seit dieser zeit werden sie vom autofreiverein observiert (es ist hier nicht von strichen auf der strasse die rede). sind sie verbrecher oder kriminelle? sind sie etwa sogar böse? das ganze ist mir viel zu sehr amerikanisches schwarz oder weiss. gut oder böse. nach meinem verstand und empfinden sind sie die opfer und geschädigten.
in den ganzen 2 jahren der observierung wurden sie übrigens nie vom autofreiverein oder sonst jemandem angeschrieben geschweige denn angesprochen, wie grölli1 meinte. das kann ich am allerwenigsten verstehen.

viele grüße
walter
ande
Administrator
07.08.2006
Hallo walter,

 ich möchte mich in anbetracht des gesagten doch noch einmal zu diesem thema melden:
zunächst lieber andreas, ich hoffe du hast etwas für meinungsfreiheit übrig.
 


Aber natürlich! Deshalb habe ich Deinen Beitrag weder gelöscht noch Dich gesperrt, auch wenn man der Meinung sein kann, Dein Vergleich des Autofreivereins mit der Gestapo erfülle den Straftatbestand der Rufschädigung. Dann müßte ich einschreiten, dazu wäre ich sogar bei Kenntnis des Verstoßes gesetzlich verpflichtet.

  ich finde ein diskussionsleiter sollte die diskussion leiten und nicht stellung beziehen und diskussionsteilnehmer, die nicht seiner meinung sind, mit ausschluss drohen. 


Ich erkläre nur die Regeln und habe alles weiterlaufen lassen. Meine Meinung ist von meinem Verhalten als Administrator unabhängig, wie Du siehst. Du wirst mir jedoch nicht verübeln, daß ich nicht nur Administrator bin, sondern auch Vaubanbewohner und Bürger dieses Landes, weshalb ich mir genau wie Du eine Meinung erlauben darf. Auch deshalb habe ich meinen zwei Rollen entsprechend zwei Beiträge erstellt.


 ich hatte ja eigentlich das thema methoden des autofreivereins angeschnitten und nicht das thema autofrei an sich, dazu weiss ich bis jetzt auch wie gesagt wenig. eure argumente dazu sind teilweise verständlich.
 


danke schön.. aber das beste Konzept ist ohne die Methoden seiner Umsetzung nicht zu haben.

 
trotzdem möchte in absprache mit meiner besagten nachbarin und guten freundin den konkreten fall schildern: seit über 8 jahren wohnt sie mit ihrem mann auf dem vauban. sie benutzen seit ca. 2 jahren beruflich zwingend bedingt (ich bin ehrlich gesagt sehr froh, beruflich nicht autofahren zu müssen, aber das kann man sich heute ja nicht so einfach aussuchen) einen geschäftswagen (auf unbestimmte zeit, wie lange wissen sie nicht). normalerweise steht der wagen bei der firma und manchmal auch, ebenfalls aus beruflich zwingenden gründen und, wie sie zugibt, dann und wann auch aus bequemlichkeit, auf dem vauban.
 


Ganz einfache Lösung: Parkplatz kaufen, wie alle anderen, denen es auch so geht. Ich sehe das Problem nicht. Wenn sie dann in ein paar Jahren den Parkplatz nicht mehr bräuchte, kann sie ihn verkaufen.

  seit dieser zeit werden sie vom autofreiverein observiert (es ist hier nicht von strichen auf der strasse die rede). sind sie verbrecher oder kriminelle? sind sie etwa sogar böse?
 


Nein, sie sind "nur" vertragsbrüchig. Und wer mit Absicht einen Vertrag bricht, auch wenn man ihn darauf hinweist (und beileibe nicht gleich beim ersten Mal), den bezeichnen wir im allgemeinen Sprachgebrauch als Betrüger. Und Betrug ist ein Straftatbestand, §263 StGB. Und sogar versuchter Betrug ist strafbar. Zur Aufklärung:

http://dejure.org/gesetze/StGB/263.html

 
das ganze ist mir viel zu sehr amerikanisches schwarz oder weiss. gut oder böse. nach meinem verstand und empfinden sind sie die opfer und geschädigten.
in den ganzen 2 jahren der observierung wurden sie übrigens nie vom autofreiverein oder sonst jemandem angeschrieben geschweige denn angesprochen, wie grölli1 meinte. das kann ich am allerwenigsten verstehen.
 


Dazu möge sich doch der Betreffende oder die Betreffende an den Autofreiverein wenden, oder warum warten sie acht Jahre? Ebenso möge er oder sie Ross und Reiter nennen, worin die "bespitzelung" denn angeblich besteht. Ich bin mir sicher, der Autofreiverein ist gut und detailliert vorbereitet und wird eben nicht nach Art Texas vorgehen. Niemand will das. Aber die Mehrheit der Nachbarn fühlen sich verarscht wenn einer unter ihnen die Verträge nicht einhält. Man könnte alle bitten, testweise vor ihrem Haus zu parken, dann wäre das Problem offensichtlich.

Das Konzept funktioniert nur, wenn es durchgesetzt wird. So wie der Straßenverkehr in jeder Stadt nur funktioniert, wenn jeden Tag wieder neue Knöllchen verteilt werden. Sehr einfache Sache eigentlich. Was ist da so schwer einzusehen?
Gast
23.09.2006
1. Ich halte es grundsätzlich für problematisch, wenn "Zeugen vom Hörensagen" berichten. Die Tatsachen sind meist unvollständig, Nachfragen unmöglich und der Vorgang hat (wie hier) eine emotionale Dynamik, die der Sache nicht nutzt. Besser, direkt Beteiligte stellen ihre Sicht zur Diskussion.
2. Wenn jemand - auch von anfang an und geplant - in Wirklichkeit nicht autofrei ist, handelt es sich nicht um Betrug i. S. des § 263 Strafgesetzbuch. Glaubt dies einfach mal einem ehemaligen Staatsanwalt für Wirtschaftsstrafsachen.

3. Wichtiger ist die hohe Wohnqualität, die wir hier haben. Wenn ich nach dem schönsten Platz in Freiburg gefragt würde, würde ich wohl sagen: Vor meiner Haustür. Die Kinder spielen, es finden sich schnell nette Leute aus der Nachbarschaft für ein Schwätzchen etc.. Nachts gibt es keinen Verkehrslärm.

Wenn ich meinen PKW auf der Straße abstelle, störe ich diese Situation. Es kommt aber vor, und zu dem guten Verhältnis in der Nachbarschaft gehört auch, dass jeder dem anderen zugesteht, den Wagen nicht immer sofort nach Ladevorgängen wegzufahren, da dies gute Gründe haben kann. Wir haben in unserer Straße da ein gutes und problemloses Verhältnis. Es handelt sich um eine Spielstraße.

Das mag woanders anders sein. Der richtige Umgang in Konfliktfällen ist sicher nicht einfach, es geht hier ja um einen Kampf um Territorium, wo sehr schnell starke Emotionen entstehen. Wer die Erschwernisse auf sich nimmt, ohne PKW vor der Haustür zu leben, erwartet dies hier zurecht auch von den anderen und ist verständlicherweise sauer, wenn die Regeln (ständig) mißachtet werden. Trotzdem sollte man (zumindest eine Zeit lang) versuchen, mit dem (z. B. durch PKW störenden) in einer Weise umgehen, die geeignet ist, ihn für die Verschlechterung der Wohnsituation der anderen Anlieger zu sensibilisieren.
 
04.02.2012, 04:06 - (0.011s) Spammerfutter Creative Commons-Lizenzvertrag Dieser Inhalt ist unter einer
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