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Thema: gestapomethoden des autofreivereins |
Gast 23.09.2006 |
1. Ich halte es grundsätzlich für problematisch, wenn "Zeugen vom Hörensagen" berichten. Die Tatsachen sind meist unvollständig, Nachfragen unmöglich und der Vorgang hat (wie hier) eine emotionale Dynamik, die der Sache nicht nutzt. Besser, direkt Beteiligte stellen ihre Sicht zur Diskussion.
2. Wenn jemand - auch von anfang an und geplant - in Wirklichkeit nicht autofrei ist, handelt es sich nicht um Betrug i. S. des § 263 Strafgesetzbuch. Glaubt dies einfach mal einem ehemaligen Staatsanwalt für Wirtschaftsstrafsachen.
3. Wichtiger ist die hohe Wohnqualität, die wir hier haben. Wenn ich nach dem schönsten Platz in Freiburg gefragt würde, würde ich wohl sagen: Vor meiner Haustür. Die Kinder spielen, es finden sich schnell nette Leute aus der Nachbarschaft für ein Schwätzchen etc.. Nachts gibt es keinen Verkehrslärm.
Wenn ich meinen PKW auf der Straße abstelle, störe ich diese Situation. Es kommt aber vor, und zu dem guten Verhältnis in der Nachbarschaft gehört auch, dass jeder dem anderen zugesteht, den Wagen nicht immer sofort nach Ladevorgängen wegzufahren, da dies gute Gründe haben kann. Wir haben in unserer Straße da ein gutes und problemloses Verhältnis. Es handelt sich um eine Spielstraße.
Das mag woanders anders sein. Der richtige Umgang in Konfliktfällen ist sicher nicht einfach, es geht hier ja um einen Kampf um Territorium, wo sehr schnell starke Emotionen entstehen. Wer die Erschwernisse auf sich nimmt, ohne PKW vor der Haustür zu leben, erwartet dies hier zurecht auch von den anderen und ist verständlicherweise sauer, wenn die Regeln (ständig) mißachtet werden. Trotzdem sollte man (zumindest eine Zeit lang) versuchen, mit dem (z. B. durch PKW störenden) in einer Weise umgehen, die geeignet ist, ihn für die Verschlechterung der Wohnsituation der anderen Anlieger zu sensibilisieren. |
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