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Thema: Bürgerentscheid in Freiburg |
haselh 14.11.2006 |
In der "JungeWelt" schreibt Jürgen Elsässer am 14.11.2006:
Bürgerentscheid in Freiburg
Modell linker Politik
"Der Erfolg des Bürgerentscheids gegen die Wohnraumprivatisierung in Freiburg könnte und sollte Schule machen. Schon mehrfach war die Breisgaumetropole Trendsetter für linke Politik: Ab Mitte der siebziger Jahre kristallisierte sich dort die Antiatombewegung heraus."
[...] "Das siegreiche Bündnis vom Sonntag hat dagegen Perspektive. Auf der Seite der Privatisierungsgegner fochten Linkspartei und WASG, SPD und FDP zusammen. Für den Verkauf trommelten der Oberbürgermeister von den Grünen, seine Partei und die CDU. Unterstützung holten sie sich aus Dresden, von den Dissidenten der PDS um Christine Ostrowski, die dort im Frühjahr die Totalverramschung des städtischen Wohnraumes durchgesetzt hatten."
Die junge Welt schreibt, daß das Ergebnis von Freiburg in dreierlei Hinsicht bundesweite Bedeutung habe:
1. Die parlamentarischen Mehrheiten entsprächen in der regel nicht denen der Bevölkerung
2. Für Schwarz-Grün gibt es keine Mehrheit
3. Das Links-Rechts-Koordinatensystem sei in Konfusion und Auflösung.
Dann schreibt die "Junge Welt":
"Auch die »Linke in der Linken« sollte Konsequenzen ziehen: Wer den Sozialstaatsfeinden in der ehemaligen PDS, die in Dresden und Berlin das Sagen haben, den Boden entziehen will, sollte sich nicht mit Alternativkandidaturen verzetteln."
[Beitrag vom: 14.11.2006 21:57 geändert durch: ande am: 14.11.2006 22:09] |
ande Administrator 14.11.2006 |
Danke!
Ich muß aber leider den Artikel aus juristischen Gründen - und weil ich zur Kontrolle im Forum gezwungen bin - durch einen Link ersetzen:
http://www.jungewelt.de/2006/11-14/024.php?sstr=freiburg
und lasset uns hoffen, daß er dort lange bestehen bleibt.
Um zu zeigen, was überhaupt erlaubt wäre (wenn nicht wieder ein Verlag die Juristen vorschickt), habe ich den Artikel teilweise zitiert. Dabei entstehen natürlich Hervorhebungen an Stellen, an die sie der Autor eventuell nicht beabsichtigt hat, aber das geltende Urheberrecht erlaubt einem allenfalls das Teilzitat.
Ich unterstelle übrigens keinesfalls, daß die JungeWelt so vorgehen würde, ich nehme diesen Artikel nur als Beispiel. Es könnte ein beliebiger anderer sein.
Ich habe selber schon 3.500 EUR außergerichtlich zahlen müssen für einen einzelnen Artikel des "stern", den ich ins Internet gestellt hatte, nachdem er zwei Jahre kostenlos beim stern abrufbar war.
Daß es so teuer wurde, hat auch damit zu tun, daß ich von meinem ersten Rechtsanwalt falsch beraten worden war (Aber wenn sich die Juristen schon nicht auskennen?) - und damit, daß sich das geltenden Urheberrecht derart mißbrauchen läßt.
Ich werde an anderer Stelle ganz sicher meinen Fall und ähnlich gelagerte schildern und werde gegen diese Mißbrauchsaspekte des deutschen Urheberrecht kämpfen. Eine Domain dafür ist schon belegt.
Im Moment können wir politische Bildung übers Internet vergessen, es sei denn Du fragst den Autor des Artikels. Aber oft haben die Autoren selbst nicht einmal die Ahnung, daß sie selbst die Rechte nicht mehr besitzen, wie in meinem Fall.
Was das Urheberrecht angeht, gehen wir schwarzen Zeiten entgegen für eine politische Willensbildung.
[Beitrag vom: 14.11.2006 22:12 geändert durch: ande am: 14.11.2006 22:13] |
groelli1 Experte 15.11.2006 |
Benutzer haselh schrieb am 14.11.2006:
[quote]
In der "JungeWelt" schreibt Jürgen Elsässer am 14.11.2006:
Bürgerentscheid in Freiburg
Modell linker Politik
"....
Die junge Welt schreibt, daß das Ergebnis von Freiburg in dreierlei Hinsicht bundesweite Bedeutung habe:
1. Die parlamentarischen Mehrheiten entsprächen in der regel nicht denen der Bevölkerung"
richtiger wäre wohl: entsprachen in diesem Fall nicht der Bevölkerung
"2. Für Schwarz-Grün gibt es keine Mehrheit"
richtiger wäre wohl: Schwarz- Grün bekam in dieser Frage keine Mehrheit
"3. Das Links-Rechts-Koordinatensystem sei in Konfusion und Auflösung."
das ist wohl so, ist auch nicht schlimm; ob allerdings eine Splittergruppe wie die DKP oder ihre Medien an diesen Rad nenneswert mitgedreht haben, darf sehr bezweifelt werden
Groelli1
[Beitrag vom: 15.11.2006 19:46 geändert durch: groelli1 am: 15.11.2006 19:48] |
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