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Thema: Haus 037 - neueste Nachrichten vom Umbau |
Carsten Sperling Experte 26.04.2002 |
Vauban actuel 2-02
Auch wenn dem Haus von außen noch nicht viel anzusehen ist: das Stadtteilzentrum wächst, insbesondere vor den Augen der Planenden!
Zur Quartiersversammlung am 11. März kamen etwa 60 Leute, die sich über Haus 037 informieren und das Thema Marktplatz besprechen wollten. Die Bauantragspläne und ein grober Bauzeitenplan wurden von Jörg Lange und Christoph Klumpp vorgestellt, Achim Hombach stellte die Möglichkeiten zur Eigenleistung dar und zum Schluß wurde noch dazu aufgerufen, dem Projekt Geld zu leihen: Kleinvieh macht auch Mist!
Die Bauantragspläne kann man sich nun auch unter www.vauban.de/haus37/ baubeschreibung.html im Internet anschauen; wer keinen Anschluß hat, kann sich am öffentlich zugänglichen Rechner im Konferenzraum von Haus 037 bedienen.
Am 18. März war dann zur Mitgliederversammlung des Trägervereins Stadtteilzentrum Vauban 037 e.V. geladen worden. Neu in den Vorstand gewählt wurde Dagmar Schülli-de Ticona. Im Amt bestätigt wurden Jörg Lange, Norbert Rautenberg und Alberto Schüler.
Wie geht es nun weiter?
Der Bauzeitenplan sieht den Beginn der Dachsanierung noch im Sommer vor; im nächsten Frühjahr beginnt dann der Einzug ins Dachgeschoß. Im Obergeschoß beginnt die Sanierung im kommenden Frühjahr. In den Sommerferien 2002 soll der Sanitärbereich der Kita Wilde Mathilde saniert werden; die Gruppenräume folgen einer nach dem anderen im Anschluß. Nach Auszug von Radieschen kann mit dem Umbau dieser Räume gegen Ende 2002 begonnen werden. Im Keller wird mit der Sanierung so bald wie möglich begonnen. Wer sich den Bauablauf näher anschauen möchte, kann den Plan als Excel-Tabelle bei Fabian Sprenger bestellen oder sich einen Ausdruck zu den Bürozeiten im Forum Vauban abholen.
Der Antrag auf Baugenehmigung soll bis zum 22. Mai bearbeitet sein. Mit einigen der Ämter, die das Baugesuch neben dem Bauordnungsamt begutachten, sind Gespräche geführt worden, so z. B. mit dem Gesundheitsamt und dem Amt für öffentliche Ordnung. Die Ämter haben ein paar Anmerkungen zu notwendigen kleineren Umplanungen gemacht, die aber das Konzept nicht in Frage stellen. So muß aus Sicht des Gesundheitsamtes noch eine Toilette im Dachgeschoß ergänzt werden und für die Küche eine Umkleidemöglichkeit mit Wasseranschluß geschaffen werden. Tja, so sind sie, die Vorschriften.
Kleinvieh macht auch Mist
Was das Projekt nun braucht, sind Darlehen von Privatpersonen. Ein Großteil der Investitionskosten, nicht ganz 900.000 von etwa 1,3 Mio Euro, kann durch einen Zuschuß aus der Entwicklungsmaßnahme Vauban getragen werden. Der Rest soll günstig finanziert werden, damit die Mieten in Haus 037 auch für Initiativen ohne städtische Unterstützung erschwinglich bleiben.
Als erstes wollen wir dafür Kleinvieh sammeln, damit es ordentlich Mist macht. 2700 Einwohner hatte der Stadtteil Vauban schon im Januar 2002; ganz schön viele Leute mit jeder Menge kleiner Guthaben, die im Kleinviehgehege einer Bank den Misthaufen vergrößern. Und das möglicherweise ohne jeden Vorteil für die rechtmäßigen Eigentümer der Guthaben. Das darf so nicht bleiben!
Als Vorteil bieten wir: ein noch schöneres Stadtteilzentrum in Haus 037! Und das geht so: Geld zusammensuchen, das schon seit Jahren auf längst vergessenen Konten nutzlos liegt, den Betrag aufrunden und ihn als Kleinvieh dem Stadtteilzentrum Vauban 037 e.V. leihen. Es geht natürlich auch ohne intensives Suchen, wenn sowieso ein wenig Geld ungenutzt rumliegt. Bis zu 300 Euro nimmt der Stadtteilzentrum Vauban 037 e.V. ohne schlechtes Gewissen an; wer mehr geben will, wird nicht abgewiesen, aber Zinsen gibt es beim Kleinvieh keine. Finden sich 300 Leute im Vauban, die je 250 Euro leihen, sind das schon 75.000 Euro. Darlehensverträge gibt es beim Forum Vauban in Haus 037 und im Quartiersladen. Das Darlehen kann bei Bedarf jederzeit fristlos zurückgefordert werden. Dazu reicht eine schriftliche kurze Nachricht an den Stadtteilzentrum Vauban 037 e.V. Bei größeren Darlehensbeträgen (für die ganz großen Idealisten!) wird eine Frist zur Kündigung von drei Monaten festgeschrieben, damit der Verein Zeit hat, die Summe anderweitig zu finanzieren.
Also: sucht in Euren Kaninchenställen und Hamsterkäfigen und kratzt zusammen, was Ihr findet!
Eigenleistung, aber kräftig!
Als weiteren festen Bestandteil der Finanzierung haben wir Eigenleistungen eingeplant. Wir brauchen die Unterstützung der Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils, um einen vernünftigen Ausbaustandard zu erreichen, denn dafür reichen die Mittel aus der Entwicklungsmaßnahme und die finanzierbaren Darlehen nicht aus.
Was gibt's zu tun?
Schier unbegrenzte Möglichkeiten der persönlichen Initiative sind vorhanden: die konkrete handwerkliche Betätigung unter Anleitung von Fachleuten, Suche nach Sponsoren, Mitgestaltung der Darlehenskampagne, Kinderbetreuung, um anderen die Arbeitszeit zu ermöglichen, Materialspenden insbesondere zur Werkzeugausstattung, Kontaktvermittlung zu Firmen und Organisationen, die das Projekt unterstützen können, und vieles mehr!
Wann geht's los?
Schon Ende April haben wir mit den ersten Schritten begonnen. Derzeit suchen wir Leute mit Vorkenntnissen im Bereich Elektro und für die Darlehenskampagne. Bitte melden! An Material könnten wir jetzt schon Aufputzschalter, Steckdosen und Gummikabel für die Baustromversorgung gebrauchen. Auch Neonlampen sind gern gesehen. Einfach ins Haus 037 bringen und vorher kurz bei Achim Hombach, Tel. 4567616, oder Fabian Sprenger, Tel. 407773, Bescheid geben.
Ganz wichtig für die Eigenleistungen: Wir bauen einen e-mail Verteiler auf, um schnell und unkompliziert die Eigenleistungswilligen zu erreichen. Wir hätten gerne Eure Mailadressen! Am liebsten ist uns natürlich, bestehende Mailverteiler aus Baugruppen als Ganzes zu übernehmen. Wer uns als GeschäftsführerIn oder AnsprechpartnerIn der Baugruppen die Adressen zukommen lassen darf, schickt sie am besten en bloc. Die Adressen bitte Achim Hombach, hombach@vauban.de, senden.
Achim Hombach, Fabian Sprenger |
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