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Absender Thema: VA 3/02 Verkehrsberuhigung auf der Vaubanallee
Petra Völzing
13.07.2002
Unterschriften für konsequente Verkehrsberuhigung
Unterstützen Sie die Forderung des AK Verkehr nach Unterbrechung der Vaubanallee durch eine Fußgänger- und Radlerzone!
Mit der kürzlich erfolgten Öffnung des Zaunes zwischen 1. und 2. Bauabschnitt für den Autoverkehr wurde vielen schlagartig bewusst, wie sich der Verkehr auf der Vauban-Allee entwickeln wird, wenn sie durchgängig ausgebaut und befahrbar sein wird. Denn die gewohnte ruhige Situation vor der Öffnung des Zaunes war von der Stadt nur als vorüber gehend geplant.
Besonders natürlich die AnwohnerInnen der Vauban-Allee haben das Ansteigen des Autoverkehrs auf der Allee deutlich mitbekommen. Und dabei sind im 2. BA ja noch bei weitem nicht alle Wohnungen gebaut oder bezogen. Deshalb ist nach dem geplanten Ausbau und dem Bezug aller Häuser mit einem weiteren deutlichen Anstieg zu rechnen.
Da fragen sich natürlich manche, die vor allem auch wegen des modellhaften Verkehrskonzepts ins Vauban gezogen sind, ob dieses sich bald nur noch auf die Wohnstraßen beziehen wird.
Wie ja jeden Tag zu beobachten ist, wird schon im ersten BA meist schneller als 30 km/h gefahren, da ist natürlich zu befürchten, dass mit dem Ausbau der Vauban-Allee zu einer fast 1 km langen geraden Stecke zwischen 1. Grünspange und Buckweg die Durchschnittsgeschwindigkeit weiter steigt. Denn dass ein Schild am Rande einer "Zone 30" die Geschwindigkeit nicht reduziert, wenn das Straßenprofil mehr Tempo zulässt, weiß ja jeder.
Deshalb hat der AK Verkehr schon für die letzte Sitzung der GRAG Vauban (gemeinderätliche Arbeitsgruppe, an der auch Vertreter des Forums teilnehmen können) ein Argumentationspapier an OB, Baubürgermeister und Gemeinderäte geschickt, das wir im Anschluss in Auszügen dokumentieren.
Das Thema wurde im Anschluss kurz diskutiert, jedoch kein Beschluss, schon gar kein neuer gefasst. Die Verwaltung ist der Meinung, dass die Situation im Vauban nicht schlimmer ist als in anderen Stadtteilen. Da wollten wir allerdings im Modell-Stadtteil etwas mehr ... Klar ist auf jeden Fall, dass die Idee nur umgesetzt wird, wenn sie von den BürgerInnen des Stadtteils stark unterstützt wird.
Deshalb begann mit dem Stadtteilfest eine Unterschriften-Aktion, zu deren Unterstützung wir hiermit auffordern. Die orangenen Unterschriften-Listen liegen an verschiedenen Orten im Quartier aus. Sie können angefordert werden beim Forum Vauban unter der Telefonnummer 40 191 55.
Argumentationspapier:
"Der AK Verkehr im Forum Vauban e.V. setzt sich für eine dauerhafte Sperrung der Vaubanallee für den Kfz-Verkehr auf Höhe der Grünspange 2 / 5 (zwischen Heinrich-Mann-/Gerda-Weiler- und Kurt-Tucholsky-/Harriet-Straub-Straße) ein. Er sieht in dieser Maßnahme nicht nur ein wirksames Mittel zur Verringerung und Verlangsamung des Autoverkehrs auf der Allee, sondern eine Grundvoraussetzung für die Umsetzung des Autofrei-/Stellplatz-freikonzeptes im Modellgebiet insgesamt.
Im Einzelnen sprechen die folgenden Punkte für diese Maßnahme: (...)
- Durch eine Trennung des Stadtteils in Verkehrsabschnitte für den Autoverkehr wird dieser auf der Allee und im ganzen Stadtteil deutlich reduziert. Dies wird besonders dadurch geschehen, dass die AutobesitzerInnen des 2. Bauabschnitts motiviert werden, ihr Fahrzeug wie vorgesehen in der "Glasgarage" und nicht an der Vaubanallee abzustellen. Von der Garage aus führt nämlich der kürzeste Weg sowohl in die Stadt als auch ins Hexental über die Wiesentalstraße, von ihrer Wohnung aus meist über die Ausfahrt Vaubanallee/Merzhauser Straße.
- Dadurch werden außerdem - besonders in den Abend- und Nachtstunden - die Parkplätze an der Allee frei für BesucherInnen.
(...)
- Durch eine dauerhafte Öffnung der Allee würde nicht nur die Gefährdung der Kinder durch den Verkehr deutlich erhöht, sondern auch der Verkehrslärm würde auf Dauer - wie bereits jetzt zu erfahren - für die AnwohnerInnen der Vaubanallee auf "normale" Werte einer Hauptverkehrsstraße ansteigen.
- Durch die Trennung kann außerdem die Einmündung Vaubanallee/Merzhauser Straße entlastet werden, über die nach unserer Einschätzung bei einer Öffnung der Allee der überwiegende Kfz-Verkehr aus dem Vauban abgewickelt würde.
- Viele befürchten, dass eine stark befahrene Vaubanallee den Stadtteil in eine Nord- und eine Südhälfte trennen würde. Die vorgeschlagene Sperrung würde dem entgegenwirken.
(...)
Fazit:
Insgesamt ist festzustellen, dass ohne die o.g. Trennung der Vaubanallee eine wirksame Verkehrsberuhigung des Quartiers Vauban nicht durchführbar ist. Somit steht die Glaubwürdigkeit des Modellcharakters des Stadtteils auf dem Spiel, das innovative Verkehrskonzept droht ad absurdum geführt zu werden. Das Forum Vauban e.V. führt derzeit mit Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt eine aufwendige Evaluation dieses Konzeptes durch. Wir denken, dass die Stadt Freiburg durch die vorgeschlagene Maßnahme ihren Teil zur Umsetzung des modellhaften Konzeptes beitragen sollte."

Hannes Linck


 
07.02.2012, 12:19 - (0.007s) Spammerfutter Creative Commons-Lizenzvertrag Dieser Inhalt ist unter einer
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