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Die Stadtteilzeitung vauban actuel erscheint etwa viermal im Jahr in gedruckter Version. Hier sind ausgewählte Artikel daraus online zu finden. |
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Thema: VA 3/02 Jugendseite |
Petra Völzing 13.07.2002 |
Über die Wehre
JuKs St. Georgen und JuKs Vauban in einem Boot
Was machen fünf Erwachsene mit zehn Zelten, sechs Paletten Saft, 18 Paketen Cornflakes, sechs großen Gläsern Nutella und täglich einem Dutzend Baguettes? Sie nehmen elf Jungs mit und fahren mit ihnen zur Kanufreizeit an die Loue.
Der letzte Schultag vor den Pfingstferien war gerade zu Ende, ein schnelles Mittagessen verschlungen, da starteten die BetreuerInnen von JuKs St. Georgen und JuKs Vauban mit den 12- bis 14-Jährigen aus beiden Stadtteilen ins französische Jura. Der erste Tag am Fluss war zwar verregnet, aber es blieben ja noch vier Sonnentage Zeit für ausgedehnte Kanufahrten.
Während eine Gruppe ihre Boote über schäumende Wehre steuerte, besorgte die jeweils andere das Kochen. Und fand dabei reichlich Zeit für Ausflüge an die Loue-Quelle, wo man im Urgestein stöberte, oder zu geheimnisvoll überwucherten Tunnels einer längst still gelegten Eisenbahnlinie, die es mit Taschenlampen zu erkunden galt. Zufriedene und braun gebrannte Gesichter bei der Heimkehr: Es gab viel zu erzählen.
Auch zwei Wochen später noch, als beim gemeinsamen Grillen die Freizeit-Fotos mit großem Hallo begutachtet wurden (für Nicht-Kanuten unter www.juks-st-georgen.de). Und weil „Vauban actuel“ in Zukunft eine Seite in jeder Ausgabe Jugendlichen zur Verfügung stellen will (siehe Kasten), kommen hier die Kanuten selbst zu Wort. Die Jungs berichten von den Tücken des Kanufahrens, vergleichen ihre beiden Jugendzentren und überlegen, wie ihre eigene Seite in
„Vauban actuel“ wohl aussehen könnte.
Seid ihr nach dem Regen am ersten Tag nochmal nass geworden?
Yannick (12 Jahre): Ich bin mal ins Wasser geflogen. Ich saß hinten auf’m Boot drauf und bin in den Fluss gekippt. Ohne Neopren-Anzug! Ich konnte gar nicht mehr rufen, so kalt war das.
Steffen (13): Komisch war, dass unsere Erzieherinnen mit ihrem Luftboot umgekippt sind bei ‘nem kleinen Wehr. Normalerweise kippt man damit nicht um. Das war doch ein Luftboot!
Sonst ging keiner unfreiwillig baden?
Steffen: Doch, ich. Ich steh’ also auf im Boot und singe „O sole mio“ – und fliege ins 2,50 Meter tiefe Wasser. Das hatte so 15 Grad höchstens. Du hast keinen Grund und musst ziemlich zerren, damit du wieder ins Boot kommst. Aber meine Besatzung hat mich dann mit vereinten Kräften reingezogen.
Gab das keinen Ärger mit Anglern?
Caoimhin (12): Nö. Aber wenn man schwarz angelt kostet das 800 Euro. Wir haben uns dann immer über das französische „Üro“ lustig gemacht. „800 Üro!“ Bis sich Markus mal als Angelpolizist verkleidet hat, um uns reinzulegen.
Ihr kennt jetzt das JuKs in St. Georgen und auf Vauban. Welches gefällt euch denn besser?
Manuel (14): St. Georgen ist viel größer. Es gibt einen Discoraum, das ist schon cool. Ich find’s besser, obwohl unsres auch gut ist. Aber mehr Platz und ein Discoraum wär’ nicht schlecht. Und Fussballtore hier auf’m Fussballplatz.
Markus (14): Bei uns in St. Georgen kann man so laut Musik hören wie man will. Wir haben sogar ein größeres Büro für die Betreuer, Billard, eine Bar und jeden Freitag Disco für uns.
Caoimhin: Das JuKs auf Vauban ist schon kleiner, die haben da an einigem gespart. Aber ich komme einigermaßen regelmäßig her.
Wenn „Vauban actuel“ eine Seite von Jugendlichen für Jugendliche einführt, was sollte da drin stehen?
Markus: So was wie Doktor Herbst in der Bravo. (lacht)
Caoimhin: Jugendgerechte Infos. Also nicht gerade was in Freiburg im Altenheim passiert, oder so. Sondern was hier für Jugendliche veranstaltet wird.
Yannick: Veranstaltungen müssten drinstehen und was es so an Discos gibt auf Vauban. Ein Fussballturnier könnte es auch mal geben, oder Inlinerrennen.
Manuel: Und vielleicht Arbeitsangebote, wo man was machen kann. Zeitungen austragen zum Beispiel. Und Witze!
Würdet ihr auch selbst was schreiben?
Caoimhin: Könnte ich mir schon vorstellen. Aber lieber Fotos machen, als schreiben.
Die Fragen stellte Jürgen Messer |
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