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Thema: BZ: Dem Vauban fehlt ein Jugendzentrum |
ande Administrator 25.08.2002 |
Badische Zeitung vom Montag, 12. August 2002
Konfliktgespräch im Stadtteil
VAUBAN. Ein "Open Air Konfliktgespräch" auf der Grünspange II organisierte jüngst die Quartiersarbeit Vauban in Kooperation mit KOKO - konstruktive Konfliktbewältigung im Stadtteil. Auslöser waren Lärmbeschwerden von Anwohnern der Grünspange sowie Ärger bei den meist jugendlichen Nutzern.
Eingeladen waren aber nicht nur die Anwohner, sondern auch die Heranwachsenden selbst. In einem recht konstruktiven Gespräch wurden die unterschiedlichen Interessen dargelegt: direkte Grünflächenanwohner wünschen sich in den Abendstunden ab 20 Uhr mehr Ruhe, um gemütlich auf dem Balkon zu sitzen und sich von einem anstrengenden Arbeitstag zu erholen: "Nicht nur die Kinder, auch die Erwachsenen haben im Stadtteil Bedürfnisse!"
Demgegenüber fragen die angesprochenen Teenies und Jugendlichen: "Wo würden Sie denn hingehen in Vauban, wenn Sie in meinem Alter wären?" Und die anwesenden Eltern von Heranwachsenden schildern die Situation aus ihrer Sicht: "Wir können das Bedürfnis nach Ruhe bei den Anwohnern gut nachvollziehen. Aber irgendwo müssen sich auch unsere älteren Kinder aufhalten und austoben können - die können sich nun mal nach 20 Uhr nicht unsichtbar oder unhörbar machen!"
Grünspange soll abends kein Bolzplatz mehr sein
Der Abend diente in erster Linie dazu, Verständnis auf beiden Seiten zu wecken und kleine Vereinbarungen zwischen Nutzern und Anwohnern zu treffen: so wurde seitens der Anwohner hauptsächlich Wert darauf gelegt, dass nach 20 Uhr die Grünspange nicht mehr als Bolzplatz genutzt wird - eine Alternative dazu wurde jüngst auf dem Schulhof Vauban geschaffen, wo vom Gartenamt Jugendtore aufgestellt wurden. Besonders deutlich wurde an diesem Abend allen Beteiligten, dass es aufgrund des hohen Kinder- und Jugendlichenanteils in diesem Stadtteil unerlässlich ist, an ein Jugendzentrum und an entsprechende Außenflächen in Randlage des Quartiers zu denken: "Jugendliche möchten auch mal unbeobachtet sein!"
Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig darin, dass die bisherige Planung im Quartier die Jugend ungenügend berücksichtigt hat. Eine gute Chance, diese Planung im Sinne der Jugendlichen nachzubessern, sehen die Gesprächsteilnehmer im Erhalt der noch verbliebenen Kasernen auf Vauban.
Gebäude 050 wäre der ideale Standort
"Für ein Jugendzentrum ist dies der optimale Standort," darin waren sich die Anwesenden einig; die Kasernen, an der Wiesentalstrasse gelegen, befinden sich im größtmöglichen Abstand zur Wohnbebauung und bieten darüber hinaus passende Räumlichkeiten. Besonders das von JUKS e.V. - Kinder- und Jugendräume Vauban- und dem Bürgerverein Forum Vauban e.V. vorgeschlagene Gebäude 050 wäre durch seine baulichen Gegebenheiten und dem dort vorhandenen Tiefkeller auch für lautere Aktivitäten gut geeignet.Engagierte Eltern möchten sich gemeinsam mit dem Forum Vauban e.V. um den Erhalt der Kasernen und deren Umnutzung für Jugendliche einsetzen.
BZ
Quelle: http://www.badische-zeitung.de |
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