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Thema: BZ: Kohlendioxidausstoß HolzBHKW |
ande Administrator 03.12.2002 |
Badische Zeitung vom Mittwoch, 23. Oktober 2002
Mit kleinen Schritten zu einem ehrgeizigen Ziel
Gemeinderat und Verwaltung halten am Vorhaben fest, den Ausstoß von Kohlendioxid um 25 Prozent bis zum Jahr 2010 zu senken
Die Stadt Freiburg hält an ihrem ehrgeizigen Klimaschutzziel fest: Der Ausstoß von Kohlendioxid soll im Jahr 2010 um 25 Prozent unter jenem des Jahres 1992 liegen. Doch statt zu sinken, steigen die Emissionen kontinuierlich. Und das, obwohl die Stadt einige Anstrengung unternommen hat, vom Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs über die Förderung erneuerbarer Energien bis hin zum Energiesparen in den eigenen Gebäuden. "Es besteht dringender Handlungsbedarf", sagte Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik gestern Abend im Gemeinderat. Und die Stadträte und Stadträtinnen ziehen einig mit wie selten.
Fast 1,96 Millionen Tonnen des Klimakillers Kohlendioxid stiegen 1992 in die Freiburger Luft. Fünf Jahre später waren es bereits 2,03 Millionen Tonnen. Der negative Aufwärtstrend konnte 1998 gestoppt werden, als das Wärmeverbundkraftwerk und das Blockheizkraftwerk Weingarten ans Netz gingen - um neun Prozent gingen die Emissionen zurück. Doch seitdem steigen sie wieder und werden Ende nächsten Jahres den Ausgangswert von 1992 erreicht haben. Die Prognose fürs Jahr 2010 lautet: 2,06 Millionen Tonnen CO. Das entspricht einem Zuwachs von 5,4 Prozent im Vergleich zum Jahr 1992.
Ein dickes Papier mit fast 90 Projekten
"Die Stadtverwaltung ist nur ein Akteur", sagte Bürgermeisterin Gerda Stuchlik, "wir müssen in der Wirtschaft und in der Bevölkerung ein stärkeres Bewusstsein für den Klimaschutz schaffen." In einem dicken Papier hat das Umweltdezernat jetzt rund 90 Projekte vorgelegt, um dem Klimaschutzziel näher zu kommen. Da geht es etwa darum, die städtischen Vorgaben zur Niedrig-energiebauweise zu verschärfen (das könnte rund 300 Tonnen CO jährlich einsparen, was 0,02 Prozent der Freiburger Emissionen entspricht). Oder um die Sanierung von Schulen mit einem Investitionsaufwand von rund zehn Millionen Euro (350 Tonnen pro Jahr). Oder das bereits verwirklichte Holzkraftwerk im Stadtteil Vauban (1250 Tonnen). Ob die Vorhaben tatsächlich verwirklicht werden, hängt natürlich von der Finanzlage der Stadt aus - und die ist nicht rosig. "Wir haben vermieden, aus den Vorschlägen Haushaltsinitiativen abzuleiten", erklärte OB Dieter Salomon.
Dennoch: "Die vielen kleinen Schritte sind wichtig", sagte die Umweltbürgermeisterin, doch um sichtbare Erfolge zu erzielen, braucht es Projekte in der Größenordnung des Wärmeverbundkraftwerks. Stadträtin Ingrid Baas (Freie Wähler) "liegt am Herzen", die Uni-Kliniken mit Wärme zu versorgen, was das Umweltdezernat offensichtlich seit langem erfolglos versucht. "Es gab viele Gespräche", versicherte Stuchlik, "aber da muss man dicke Bretter bohren."
Die Fraktionen bekräftigten das Klimaschutzziel und reichten eigene Anträge ein, die alle einstimmig angenommen wurden: Die CDU will verstärkt Holz energetisch nutzen. Die SPD regte einen Energiebericht an, um die Potenziale regenerativer Energien auszuloten. Und ein gemeinsamer Antrag von CDU, SPD und Grünen setzt das Ziel, den Anteil regenerativer Energien am Stromverbrauch in Freiburg von derzeit knapp zwei auf zehn Prozent im Jahr 2010 zu erhöhen. "Ein sehr ehrgeiziges Ziel", meinte Dieter Salomon, "aber wir werden Ihnen Vorschläge unterbreiten, um es zu erreichen."
Uwe Mauch
Quelle: http://www.badische-zeitung.de |
ande Administrator 31.01.2006 |
Direkte Informationen über das Holz-BHKW der Badenova finden Sie unter
http://www.vauban.de/projekte/holzbhkw
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