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Thema: BZ: Kindergartenstandort bei Wiesentalstraße |
ande Administrator 26.04.2003 |
Badische Zeitung vom Dienstag, 25. März 2003
Zu nah an Straße und Bahn
Widerstand gegen den Standort des neuen Kindergartens im Vauban / Gemeinderat entscheidet
Von unserer Redakteurin Heike Spannagel
VAUBAN. Am ersten September soll der dritte Kindergarten im Vauban aufmachen. Heute entscheidet der Gemeinderat über den geplanten Neubau an der Wiesentalstraße. Einwände gegen diesen Standort haben jedoch verschiedene Initiativen aus dem Stadtteil erhoben: Aufgrund der Nähe zur Wiesentalstraße, zur Bahnlinie und zu einer Mobilfunkanlage sei der Standort "in keinster Weise kindertauglich".
"Das ist der inakzeptabelste Platz auf dem ganzen Gelände", sagt Christa Gronbach von dem Verein Kind und Umwelt im Vauban. So liege das für den Kindergarten vorgesehene Grundstück, auf dem im Herbst das ehemalige Kasernengebäude Haus 049 abgerissen wurde, an der stark befahrenen Wiesentalstraße. Zudem seien in unmittelbarer Nähe die Hochspannungstrasse, die Bahnlinie und das Gebäude in der Wiesentalstraße 10, auf dem rund 30 Mobilfunkantennen installiert sind. In einem Schreiben haben Kind und Umwelt, der AK Mobilfunk Vauban, die Initiative zum Schutz vor Elektrosmog Südbaden, das Forum Vauban und das Mütterzentrum Lindenblüte bereits am 11. März Baubürgermeister Matthias Schmelas aufgefordert, nach alternativen Standorten zu suchen.
Bemerkenswert ist vor allem die Nähe zu der Mobilfunkanlage: Bereits im November 2001 hatte der Gemeinderat beschlossen, zum "vorsorglichen Gesundheitsschutz" auf städtischen Gebäuden keine Mobilfunkanlagen mehr aufzustellen, wenn im Umkreis von 500 Metern "sensible Einrichtungen" wie Kindergärten angesiedelt seien.
Baubürgermeister Schmelas schließt andere Standorte aus
Der Umkehrschluss legt nahe, dass Kindergärten nicht in die Nähe von Funkanlagen gebaut werden dürfen. "Wir haben aber keinen Umkehrschluss beschlossen", sagte Schmelas gestern, gab aber zu, "dass wir uns mit der 500-Meter-Regel auf dünnem Eis befinden". Einen Standort, der den Kriterien der Initiativen entspreche, gebe es für den neuen Kindergarten nicht. Nur das Grundstück an der Wiesentalstraße stehe kurzfristig zur Verfügung.
So dringend ist der zwei Millionen Euro teure Neubau, da die Kindergartenplätze im Vauban knapp sind. Die Zahl der drei- bis sechsjährigen Kinder im Stadtteil soll sich bis ins Jahr 2007 von 291 auf 366 erhöhen. Der neue Kindergarten soll drei Gruppen beherbergen, ein zweiter Bauabschnitt für drei weitere Gruppen soll ab Herbst 2004 zur Verfügung stehen. Vorgesehen sind in dem ersten Gebäude auch 15 Hortplätze zur Nachmittagsbetreuung von Schulkindern. "Viel zu wenig", sagt Peter Sand vom AK Hort des Forums Vauban. 35 Familien, die vom nächsten Schuljahr an Hortplätze für ihre Schulkinder bräuchten, hätten bereits eine Absage erhalten. "Und der Bedarf wird steigen", weiß Sand. Christa Gronbach wirft der Stadt "extreme Fehlplanung" vor.
Die Initiative Kind und Umwelt kritisiert zudem, dass der neue Kindergarten in "gesundheitlich problematischen" Containern untergebracht werden soll. Diese Container seien unter anderem nicht atmungsaktiv und würden eine starke Veränderung des natürlichen Erdmagnetfelds bewirken. Christa Gronbach schlägt stattdessen einen "weitaus kostengünstigeren" Holzfertigbau vor. Indes verweist Baubürgermeister Schmelas darauf, dass die Ausschreibung für den Bau noch laufe. Ein Holzbau sei zumindest nicht ausgeschlossen.
Quelle: http://www.badische-zeitung.de |
ande Administrator 26.04.2003 |
Eine Bemerkung am Rande: Der Metallcontainer mag baubiologisch bedenklich sein, er schützt jedenfalls vor Mobilfunkwellen.
Durchaus mag im übrigen jeder der Kritikpunkte seine Wahrheit haben.
Wir haben uns nur scheinbar damit begnügt, uns mit den Kleinigkeiten zu beschäftigen und verlieren die Kraft fürs Große: Es gibt immer noch Atomkraft und Atommüll, die Kluft zwischen Arm und reich wird größer, der Rüstungswahnsinn läuft weiter, der vermeintlich Starke setzt sich mit unserer Duldung international gegen das Recht durch.
Und so weiter.
Lest Michael Moore.
Auch diese Welt hinterlassen wir unseren Kindern. Was tun wir dagegen?
Mobilfunk ist dagegen sehr schnell abzuschalten, sollte man eines Tages feststellen, daß das Risiko größer ist als zum Beispiel die Risiken durch Rauchen, Passivrauchen, Autoverkehr, Lärm, Benzol, Cholesterin, mangelnde Bewegung, falsche Ernährung, übermäßigen Streß... um nur einige zu nennen.
[ande 26.04.2003 11:52] |
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