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Absender Thema: BZ: Sparen bei Straßenlampen
ande
Administrator
26.04.2003
Badische Zeitung vom Samstag, 8. März 2003

Freiburgern geht später ein Licht auf
Sparen bei Straßenlampen

FREIBURG. Seit vergangener Woche dauert es abends etwas länger, bis den Freiburgern ein Licht aufgeht. Als Beitrag zur Haushaltskonsolidierung hat sich das Tiefbauamt Freiburg entschlossen, an der Straßenbeleuchtung zu sparen. Wenn es dunkel wird, springen die Lampen rund 20 Minuten später an als bisher und am Morgen verlöschen sie auch früher. So sollen die Stromkosten um bis zu fünf Prozent zurückgefahren werden - das entspricht einer Summe von ungefähr 50 000 Euro im Jahr.

"Trotzdem braucht sich morgens keiner im Dunkeln auf den Weg zur Arbeit zu machen ", beruhigt Richard Neymeyer, Abteilungsleiter für Verkehrswegebau in Freiburg. Vor der Umstellung hätten sich die Lampen abends schon vor und morgens erst nach der Dämmerung eingeschaltet. Nun wurden die vier übers Stadtgebiet verteilten Dämmerungsschalter, die abhängig von der Lichtstärke für die Steuerung der 17 000 Straßenlaternen verantwortlich sind, so umgestellt, dass sie morgens und abends jeweils zwanzig Minuten kürzer leuchten. Neymeyer ist sich jedoch sicher, dass das den wenigsten Bürgern negativ aufgefallen sei.

Gelbe Leuchten ersetzen weiße "Stromfresser"

Um die Ausgaben weiter zu reduzieren, werden in den kommenden Jahren auch verstärkt die weißleuchtenden "Stromfresser-Lampen" ausgetauscht. Sie werden nach und nach durch gelbe "Natriumdampflampen" ersetzt, die etwa 50 Prozent weniger Energie verbrauchen. Der Austausch werde schon seit sieben Jahren betrieben, habe aber durch die sich zuspitzende Geldnot jetzt höhere Priorität erhalten. "Wie es aussieht, wird die komplette Umstellung auf Gelblicht trotzdem noch fünf bis zehn Jahre dauern", schätzt Neymeyer. In diesem Jahr tauscht das Tiefbauamt die Lampen in der Elsässerstraße, der Berliner Allee, der Mozartstraße, der Hans-Bunte-Straße, im Hartkirchweg sowie in der Peterbergstraße aus.

Neue Beleuchtungsanlagen wird es in Zukunft nach Mitteilung der Stadt nur noch in Ausnahmefällen geben. Auch die vor eineinhalb Jahren mit der Frauenbeauftragten eingerichtete Arbeitsgruppe für die bessere Ausstattung von "Angsträumen", wie Haltestellen oder Parkanlagen, ist betroffen. Die im letzten Jahr in Auftrag gegebene Neuinstallation von Lampen am Dreisamuferweg zwischen Sandfangweg und SC-Stadion werde zwar noch abgeschlossen, auf die ursprünglich geplante Weiterführung bis zur Schwarzwaldstraße aber verzichtet.

Vorbildcharakter könnte laut Neymeyer das in den Neubaugebieten Rieselfeld und Vauban installierte System der Nachtreduzierung bekommen. In der Zeit zwischen Mitternacht und fünf Uhr morgens wird hier die Beleuchtungsintensität halbiert. Ob in ganz Freiburg Einsparungen in diesem Zeitraum möglich sind, wird geprüft. Doch über einen eventuellen Zeitplan kann Neymeyer noch keine näheren Informationen geben: "Das in den Neubaugebieten eingerichtete System ist nicht auf das ganze Stadtgebiet zu übertragen. Dazu fehlt es neben dem nötigen Geld zum Teil auch an den notwendigen technischen Voraussetzungen."

MD

Quell: http://www.badische-zeitung.de
 
07.02.2012, 12:06 - (0.006s) Spammerfutter Creative Commons-Lizenzvertrag Dieser Inhalt ist unter einer
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