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Thema: BZ: Für |
ande Administrator 30.01.2004 |
Badische Zeitung vom Freitag, 15. August 2003
Für "Diva" ist der Preis zu hoch
Tauziehen um den Erhalt des Hauses 050 im Quartier Vauban geht in eine neue Runde: Interessenten wollen weniger bezahlen
Von unserem Redakteur Joachim Röderer
VAUBAN. Das Schicksal von Haus 050 im Quartier Vauban ist immer noch ungewiss. Eine Entscheidung fällt erst Mitte September. Bis zum 12. September muss die Interessensgemeinschaft Diva, die das Haus künftig nutzen will, eine Kreditzusage ihrer Banken vorlegen. Die Stadtverwaltung rechnet mit 1,3 Millionen Euro Einnahmen aus dem Verkauf - diesen Preis kann Diva allerdings nicht zahlen. Kommt es zu keiner Einigung, wird das ehemalige Kasernengebäude abgerissen.
Derzeit werden die Unterlagen der Gesellschaft "Dienstleistungen, Kunst & Handwerk Vauban GmbH" (Diva) im Rathaus geprüft - die Frist wurde noch einmal verlängert. Zwar habe Diva, so meldet das Rathaus, Erklärungen von Banken eingereicht, die bereit sind, das Projekt zu finanzieren. In allen Fällen stehen jedoch die Gremienbeschlüsse der Kreditinstitute noch aus. Das liegt auch daran, weil auf dem Vauban-Gelände noch die exakte Vermessung und Bewertung des Grundstückes durch den Gutachterausschuss läuft. Erst dann steht der endgültige Preis fest.
Alles hängt natürlich am Geld: Bei einer vorläufigen Wertangabe ist das Haus 050 von der Stadtverwaltung auf 410 Euro pro Quadratmeter taxiert worden. Die Vorstellungen der Stadt liegen ziemlich weit von denen der Diva-Interessenten entfernt: "Obere Grenze, damit sich unser Konzept rechnet, sind 300 Euro pro Quadratmeter", sagt Bobby Glatz von Diva. Zwar hatte Diva beim Einreichen des Konzeptes bei der Stadt noch mit der Kaufsumme von 1,3 Millionen Euro kalkuliert. Davon sind die Interessenten aber im Nachhinein wieder abgerückt: Die Feinrechnung mit Finanzexperten habe ergeben, dass sich das Projekt zu diesen Vorgaben nicht realisieren lasse, so Bobby Glatz. Für ihn steht fest: Die 410 Euro je Quadratmeter seien eindeutig zu hoch angesetzt. "Aus politischen Gründen", so seine Vermutung, werde von der Bauverwaltung der Erhalt des Kasernengebäude gar nicht ernsthaft verfolgt.
In einem Schreiben an den OB führt Bobby Glatz etliche "wertmindernde Faktoren" an, die berücksichtigt werden müssten. Die Crux: Die Bauverwaltung hat den Bereich von einem Gewerbe- in ein Mischgebiet umgewandelt, was höhere Quadratmeterpreise garantiert. Die erwarteten 410 Euro pro Quadratmeter seien aber dennoch nicht angemessen, sagt Glatz. Er verweist auf eine ehemalige Mischgebietsfläche in nächster Nähe von Haus 050, südlich der Lise-Meitner-Straße. Dort sei der Verkehrswert mit deutlich günstigeren 294 Euro pro Quadratmeter festgelegt worden. Und dieses Grundstück verfüge noch über eine bessere Lage als Haus 050, das im hinteren Vauban-Winkel liege.
Glatz hofft, dass sich die Verwaltung beim Preis bewegt. Gebe es eine Einigung mit Diva, könne die Stadt schließlich auch die 550 000 Euro Abrisskosten sparen. Im Rathaus wartet man erst einmal auf den Gutachterausschuss. "Der Preis ist nicht verhandelbar", sagte gestern Walter Preker der Pressesprecher der Stadt. Die Verwaltung sei an die festgelegten Summe zwingend gebunden.
Quelle: http://www.badische-zeitung.de
Siehe auch: http://www.diva-freiburg.de [Beitrag vom: 30.08.2003 12:57 geändert durch: ande am: 30.01.2004 13:27] |
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