Geschichte
Nach Beschluss des Gemeinderates vom Juni 1996 (Gemeinderats-Drucksache G 96033 und G 96033.1) sollte im Endausbau ein "Blockheizkraftwerk" an der Marie-Curie-Straße betrieben werden. Ein Blockheizkraftwerk produziert neben Wärme auch Strom. Es spart damit Primärenergie und vermeidet CO2 bei der allgemeinen Stromproduktion.
Im Stadtteil Vauban wird die Wärmeversorgung der Gebäude durch Fernwärme gesichert.
Der Anschluss an die Fernwärme wird über die Grundstückskaufverträge geregelt. Die FKW wurde beauftragt (Gestattungsvertrag, Gemeinderats-Drucksache G 96182) die Fernwärmeversorgung aufzubauen und zu betreiben.
Seit Ende 1998 werden die Neubauabschnitte vorübergehend aus dem Gas-Heizwerk (nur Wärme) der ehemaligen Vaubankaserne (SUSI, Haus D) versorgt.
Voraussichtlich ab der Heizperiode 2001 / 2002 reicht die Kapaziät des SUSI-Heizwerkes nicht mehr aus. Aufgrund des Baufortschrittes wird damit der Neubau einer Energiezentrale mit einer bis zum Endausbau ausreichenden Wärmeleistung erforderlich.
Mit Beschluss des Gemeinderates vom 01.02.2000 (G 99167.1 und G 99167.2) wurde die Umsetzung des BHKW-Vauban zunächst ausgesetzt.
Nach Angaben der FEW/FKW war die ursprüngliche Form "BHKW-Heizwerk" aufgrund veränderter Rahmenbedingungen (Erdgaspreise, Liberalisierung Strommarkt) nicht mehr wirtschaftlich darstellbar.
Der Anteil des Stromes aus gasbetriebenen Blockheizkraftwerken (BHKW) in Freiburg ist vergleichsweise hoch. Damit ist auch die Abhängigkeit vom Gaspreis sehr hoch. Dies war einer der Gründe warum die FKW auf dem Vaubangelände weg vom Energieträger Gas und hin zum Energieträger Holz wollte. Hierzu brauchte sie die Zustimmung des Gemeinderates. Der FKW ist außerdem eine breite Zustimmung der Bewohner auf Vauban wichtig. Eine reine Holzlösung (d.h. nur Wärmeproduktion) bedeutet gegenüber der ursprünglich vom Gemeinderat beschlossenen BHKW-Variante eine schlechtere CO2-Bilanz und höhere lokale Emissionen. In Gesprächen mit dem Ak-Energie des Forum Vauban und dem Öko-Institut kam man daher darüber überein, dass man eine Lösung basierend auf dem Energieträger Holz für Vauban in zweierlei Hinsicht optimieren muß:
- Eine bestmögliche Emissionsvermeidung (Abgasreinigung etc.)
- Einen möglichst hohen Anteil an Holzverstromung (Kraftwärmekopplung = KWK)
Daraufhin hat die FKW ihr Konzept überarbeitet. Diese sah nun vor, eine Holzheizkraftwerk (also mit Verstromung) zu bauen. Als zukünftige Bezeichnung für dieses Holzheizkraftwerk wurde von der FKW die Bezeichnung "HolzBHKW-Vauban" gewählt. Dieser Ausdruck wird im folgenden verwendet.
Am 11.1.2001 wurde das überarbeitete Konzept "HolzBHKW" den Bewohnern (ca. 60 Teilnehmer) von Vauban auf einer Abendveranstaltung im Haus 37 vorgestellt. Dabei gab es zunächst sehr viel kritische Stimmen. Am Ende der Veranstaltung gab es jedoch breite Zustimmung zu dem Konzept. Wenige Tage später am 23.1.2001 sprach sich auch der Gemeinderat für das überarbeitete Konzept aus.
Am 23.7.2001 wurde vom Ak-Energie in Zusammenarbeit mit FKW/Badenova zu einer zweiten Informationsveranstaltung eingeladen, bei der der aktuelle Stand der Planungen vorgestellt wurde. Zu dieser Veranstaltung kamen neben den Mitgliedern des AK Energie leider nur ca. 5 Bewohner
Ausnahmen für die Fernwärmeversorgung sind:
- Passivhäuser (mit einem Restwärmebedarf unter 15 kWh/m2) und regenerativ versorgte Häuser sind laut Fernwärmesatzung vom Anschluß- und Benutzungszwang der Fernwärme befreit.
- die Studentensiedlung, die sich ein eigenes Nahwärmenetz mit Gaskesseln und Sonnenkollektoranlage gebaut hat.
- bisher das kleine Gewerbegebiet zwischen Wiesentalstrasse und Marie Curie strasse, das nun in Mischgebiet umgewandelt wurde und somit auch mit Fernwärme erschlossen wird, also keine Ausnahme mehr darstellt.
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