Stadtteilgeschichte

Wir Vaubanbewohner wissen alle, dass wir auf einem ehemaligen Kasernengelände wohnen, und denken da in erster Linie an die französischen Soldaten, die hier bis 1992 untergebracht waren. Die Geschichte "unseres Stadtteils" bis heute (2013) beginnt aber viel früher und soll im folgenden erzählt werden.

Der Text bis zum Jahr 2000 stammt aus einer Folge von Artikeln von Christa Becker, die im Laufe der Zeit in der Stadtteilzeitung vauban actuel gedruckt wurden.

Zeitachse (Kurzfassung)

Etwa in 1937 Die "Schlageterkaserne" wird gebaut
1945 Französische Streitkräfte nutzen die Kaserne weiter, der Kalte Krieg ist noch nicht zu Ende
1972 In Wyhl am Kaiserstuhl soll ein Atomkraftwerk gebaut werden, es gibt massive Proteste
1977 Die Pläne für das AKW werden aufgegeben
  Das Öko-Institut wird gegründet
1985 Atomunfall von Cernobyl, Stadt entscheidet über Umweltkonzept

Die Jahre vor 1945

vauban-baubeginn

Alles beginnt 1938 mit der Eingemeindung des damals eigenständigen Dorfes St. Georgen durch die Stadt Freiburg, die wohl nur als feindliche Übernahme bezeichnet werden kann.

Von 1945 bis 1990

Die Schlageterkaserne wird Vaubankaserne

Mit der Schlageterkaserne hatte es bereits nach sieben Jahren ein Ende, am 21. April 1945 marschierten die Franzosen in Freiburg ein. Aber bereits nach dem Angriff auf Freiburg am 27.11.1944 war das Wehrbezirkskommando nach Lenzkirch im Schwarzwald verlegt worden. Damit einher ging - nach einem Bericht des letzten Kommandeurs - die Verbrennung von allem entbehrlichen Aktenmaterial, das im April 1945 dann ganz vernichtet wurde. Auch das Wehrbezirkskommando musste sich ins Allgäu begeben, wo es aufgelöst wurde. Vermutlich konnten die Franzosen leerstehende, gut erhaltene Gebäude übernehmen.

Von 1990 bis 1992

Neuer Anfang nach der Franzosenzeit ...

Mit den weltpolitischen Ereignissen 1989/90 kam das Ende des französischen Militärs in Freiburg. Aber obwohl klar war, dass französische Truppen nun nicht mehr als "Schutz" gebraucht wurden und von vielen auch schon auf die dann leerstehenden Wohnungen spekuliert wurde, konnten die Soldaten natürlich nicht von heute auf morgen abziehen. Es gibt zwar ein Zitat von dem damaligen Präsidenten Mitterrand, wonach "die Logik es will, dass die französische Armee heimkehrt, sobald die Rolle der vier Siegermächte ausgespielt ist".

Von 1992 bis 1997

Turbulente Jahre (1992 - 1997)

Obwohl der Stadtteil Vauban zunehmend das Interesse der Öffentlichkeit (bis nach Japan!) und der Medien hat, rümpft mancher Freiburger, vielleicht auch der (inzwischen ehemalige) Oberbürgermeister (Böhme), die Nase, wenn man ihm erzählt, dass man dort wohnt. Das hängt mit Ereignissen nach Abzug der Franzosen zusammen, die in der letzten Folge dieser Serie bereits angedeutet wurden: die Nutzung des Geländes durch Gruppen verschiedenster Couleur, von denen nur SUSI hier überlebt hat.

Von 1997 bis 2000

Das Forum Vauban und der neue Stadtteil

Etwas Neues beginnt immer mit einer Idee im Kopf eines Einzelnen oder einer Gruppe. Das war so bei SUSI, und das war auch beim Forum Vauban der Fall. Jemand hat einen Traum (es gibt eindrucksvolle Beispiele dafür in der Geschichte), durch hartnäckiges Weiterträumen und -erzählen nimmt dieser Gestalt an, und irgendwann wird er real.

Von 2000 bis 2004

Anmerkung: Ich freue mich über jede Korrektur und Ergänzung! Andreas Delleske

Harte Zeiten zwischen Twentours und Seniorenpass

Nach dem Jahrtausendwechsel gab es nicht nur eine totale Sonnenfinsternis zu sehen, der Forum Vauban sah sich plötzlich einer unerfüllbaren Geldforderung ausgesetzt, wurde in den Konkurs gezwungen obwohl alles getan wurde um ihn abzuwenden und das Projekt "Drei5Viertel" wurde gegründet und bald darauf wurden die dazugehörigen Häuser durch Order der Stadt zerstört. Keine gute Zeit für den Stadtteil - aber der Reihe nach:

Von 2004 bis 2008

Anmerkung: Ich freue mich über jede Korrektur und Ergänzung! Andreas Delleske

Das Stadtteilzentrum entsteht

Mit dem Jahr 2004 beginnen vielleicht die "Mühen der Ebenen": Der Stadtteil Vauban ist nicht mehr wirklich neu, die Planung ist erbracht, der Forum Vauban in den Konkurs gedrängt worden, Drei5Viertel ist tot, DIVA hat es gerade noch geschafft. Leben geschieht jedoch im "Stadtteilzentrum Haus 037" und um den Marktplatz.

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